29.05.2024 Flensburg nach Aarösund
Start 09.20 Uhr / Ankunft 15.50 Uhr / 52 Seemeilen
Heute war garstiges, diesiges Wetter. Alles verhangen, aber zum Glück mit wenig Wind. Als erstes fuhren wir wieder das Flensburger Fjord/Förde raus. Kaum waren wir draussen, drehten wir auf Nord ab und tuckerten durch die Sonderborg Bugt, vor die Tore von Sonderborg. Auf unserer Reise im 2018 hatten wir hier einen Halt eingelegt und Besuch von Quallen gehabt. Heute ging es aber weiter in den Als Sund, ins Als Fjord und ca. 12.15 Uhr unter der Eisenbahn-/Strassenbrücke durch. Damit wir nicht auf die Öffnung der Brücke warten mussten (Durchfahrtshöhe 5.00m), haben wir den Mast gelegt. So konnten wir unten durch schlüpfen. Die nächste Brücke war über 30m hoch, also kein Problem. Schon im kleinen Belt wurde der Wind stärker und dunkle Wolken zogen auf. Kaum aus dem Schutz der Insel Als waren die Wellen da und zwar seitlich aus Osten. Mist. Unsere Reise ging östlich an der Insel Barsö vorbei, Richtung Norden. Irgendwann zwischen den Inseln Als und Aarö waren die Wellen so hoch, dass wir uns entschieden haben, den RotorSwing einzusetzen. Für etwas hat man ihn ja schliesslich. Und auch mit dem RotorSwing wurde es noch so richtig turbulent und eine Regenfront überrollte uns dann auch noch. Auf jeden Fall waren wir richtig froh, als wir in den Hafen Aarösund einlaufen konnten. Schon zwischen Aarösund und der Insel Aarö war die See wieder so, wie wenn sie kein Wässerchen trüben könnte. Nachdem die Red Snapper festvertäut war, ging es ans Aufräumen und Trockenfegen und dann genehmigten wir uns den wohlverdienten Manöverschluck. Während der Fahrt haben wir uns entschieden, zum Abendessen unser mitgebrachtes Fondue zu machen. Wär hätte auch gedacht, dass es noch Sonnenschein und einen schönen Sonnenuntergang geben würde.
30.05.2024 Aarösund nach Vejle
Start 09.05 Uhr / Ankunft 15.00 Uhr / 46 Seemeilen
Bei Sonnenschein haben wir die Leinen gelöst. Heute ging es nach Vejle, wo wir uns mit unserem ehemaligen Arbeitskollege Christoph Lauper trafen. Auch im 2018 besuchte Christoph uns in Aarhus. Es ist immer wieder schön, ihn zu treffen. Es gab viel zu berichten und zu fragen. Vielen lieben Dank, Christoph, für deinen Besuch und das gemeinsame Abendessen.
Zur Reise: Es ging den kleinen Belt (Lillebaelt) Richtung Norden hoch, vorbei an den Inseln Bagö, Brandsö und hinein in den Middelfart Sund (auch Snaevringen genannt). Diesem Sund, welcher sich M-förmig durch die Landschaft schlingelt, folgten wir bis Fredericia. Danach tuckerten wir nordostwärts bis nach der Landzunge Trelde Naes. Nun mussten wir nur noch auf Nordwest abdrehen und hinein in das Vejle Fjord steuern. Am Ende des Fjords lag unser Ziel, Vejle. Die Ansicht auf den Hafen war spektakulär, die verschiedenen Architekturen der Gebäude sehr interessant. Man muss noch festhalten, dass die Ostsee auch ganz lieb sein kann. Und wir haben um Middelfart dreimal Schweinswale gesehen. Schöne Tiere. Heute war ein schöner Tag!
31.05.2024 Vejle
Nach dem Ausschlafen, Duschen und Kaffee trinken marschierten wir in die Stadt. Unser Kühlschrank musste dringend aufgefüllt werden. Zurück bei der Red Snapper wurde alles verstaut und dann genehmigten wir uns einen feinen Lunch - Toast, geräucherte Forelle, Weisswein. Nach einer kleinen Ruhepause ging es wieder in die Stadt, aber dieses Mal zum Shoppen in die Fussgängerzone. Lustig, eigentlich wollten wir resp. ich etwas shoppen, aber dann war ich doch nicht so in Stimmung. Aber es war auch so schön! Zurück beim Hafen musste ich noch etwas die ganze Anlage erkunden. Vejle hat uns sehr gut gefallen.
01.06.2024 Vejle nach Øer Maritime Ferieby
Start 08.30 Uhr / Ankunft 16.00 Uhr / 61 Seemeilen
Sonnenschein und warm, was will man mehr?! Mal schauen, was der Tag so bringt? Früh sind wir losgefahren, das Vejle Fjord wieder raus und hinein in den grossen Belt. Nach Björnsknude drehten wir wieder auf Nordost ab, immer weiter gen Norden. Die Insel Endelave passierten wir westlich, dann schipperten wir zwischen den Inseln Tunö und Samsö durch. Nach dem nördlichen Inselspitz von Samsö hielten wir Kurs auf die Landzunge Ebeltoft, auf welcher sich unser Ziel Øer Maritime Ferieby befand. Bevor man in den Hafen einlaufen konnte, musste man einem ca. 200m langen Kanal folgen, dann eine Schleuse mit ca. 2m Höhenunterschied bewältigen und danach befand man sich in der Hafenanlage. Warum die Schleuse? Die Hafen- und Feriendorf-Anlage befindet sich in einer ehemaligen Kiesgrube. Immer wieder mal was Neues zum Entdecken. Leider war noch nicht viel Betrieb. Und irgendwie hat man auch das Gefühl, dass die Euphorie für das Ganze etwas verflogen ist. Viele der Ferienhäuser sind zum Verkauf angeschrieben und es hat etliche Schiffe, die eigentlich verschrottet werden müssten. Schade, schade, hilft nicht gerade für einen positiven Eindruck.
02.06.2024 Øer Maritime Ferieby nach Hals
Start 08.10 Uhr / Ankunft 17.05 Uhr / 73 Seemeilen
Heute war ein Meilentag. Bereits um 08.20 Uhr waren wir durch die Schleuse durch und tuckerten danach die Fahrrinne raus, um kurz darauf auf Ost abzudrehen, um die Landzunge Ebeltoft. Es folgte die nächste Kurskorrektur und zwar auf Nordost, welche uns an Greena, durch die Gjerrild Bugt und um den Leuchtturm Gjerrild führte. Danach drehten wir auf Nordwest ab und diesen Kurs hielten wir für mehr als fünf Stunden. Dabei passierten wir die Aalborg Bugt, bis wir vor Hals waren. Das Kattegat war uns gutgesinnt und die Sonne begleitete uns auf dem ganzen Weg. Es isch schön, wenn's schön isch! In Hals haben wir auch festgemacht und zwar für zwei Nächte. Die Ruhepause haben wir uns verdient, legten wir doch in den letzten zwei Tagen 134 Seemeilen zurück. Und natürlich durfte auch einen ausgiebigen Manöverschluck 🥂 nicht fehlen.
Diese langen Törns waren jedoch geplant, da wir wussten, dass das Wetter und vor allem der Wind sich stark ändern wird. Nun sind wir in Hals, am östlichen "Eingangstor" ins Limfjorden und ab hier windunabhängiger. Die nächsten drei Wochen wollen wir das Limfjord erkunden, bis zur Nordsee und wieder zurück.
03.06.2024 Hals
Heute war ein sehr windiger Tag. Es scheint, als wäre der Wind ein leidiges Thema. Somit gab es einen Ruhetag, resp. mit allerlei gefüllt wie:
- Waschen: Dieses Mal nicht ganz so einfach. Eine Holländerin und ich trafen uns im Waschsalon. Sie konnte nach meinem Waschgang ihren Waschcode nicht eingeben, aber ich unseren wieder. Also gab es den Switch: Sie bezahlte unseren Trockner und ich ihre Waschmaschine. Lustig war dann, dass ich nochmals eine Wäsche machen musste und nun lief diese auf ihrem Code und ich bezahlte dieses Mal ihren Trockner. Das war Teamwork auf höchstem Niveau. Und niemand hat das Prinzip, wie das mit den Codes funktionieren soll, verstanden. Aber was soll's, wir beide hatten am Ende saubere und trockene Wäsche.
- Einkaufen: Ein super Lebensmittelladen war nur mal 200m vom Schiff entfernt.
- Die Ortschaft erkunden und Schritte machen 😄.
Auf jeden Fall hat uns der Aufenthalt in Hals gut gefallen und die Ortschaft liegt optimal, um das Limfjord zu erkunden.
04.06.2024 Hals nach Nibe
Start 09.40 Uhr / Ankunft 14.35 Uhr / 34 Seemeilen
Die Sonne strahlte für uns und es war angenehm warm. Auch hat sich der Wind massiv beruhigt. Folglich war es an der Zeit, weiterzuziehen und auf Erkundigungstour im Limfjord zu gehen. Nachdem wir abgelegt hatten, passierten wir folgende Ortschaften oder Inseln:
Skellet, Skelby, Grönlandshavn, Aalborg Östhavn (hier wurden Schiffe mit Rotorflügel für die Winderräder geladen), Rördal, Aalborg (interessante Neubauten am Wasser, waren im 2018 hier), Nörresundby, südlich vorbei an den Inseln Egholm und Fruens Holm, Gjöl und dann bis vor Klitgaard. Hier drehten wir nach Süden ab, in die Fahrrinne zum Hafen von Nibe. In Nibe haben wir festgemacht für zwei Nächte, es soll ein schmuckes Städtchen sein.
Übrigens ab Aalborg folgte man immer der Betonnung/Fahrrinne. Daneben war die Wassertiefe vielfach weniger als 1m. Mit unserem Tiefgang von 1.35m hätte das gerumpelt oder wir wären aufgelaufen. Alles ging gut!
Heute, 05.06.2024, ist etwas Lustiges passiert. Ich habe mich im 20 Minuten 🙄 schlau gemacht resp. informiert, was so passiert auf der Welt. Dabei stiess ich bei Reisen auf einen Bericht mit Foto über das Kreuzfahrtschiff Silver Dawn. Und als ich das Foto sah, dachte ich doch, dass wir dieses Schiff in Aalborg gesehen haben. Und tatsächlich war es so. Mein Foto Nr. 8 oben ist dieses Schiff, das eine Kreuzfahrt der Superlative für 2027 verspricht.
05.06.2024 Nibe
Bereits gestern Abend hat es angefangen zu stürmen. Die ganze Nacht hat es angedauert und auch heute durch den Tag. Der Wind, der Wind, das himmlische Kind. Und plötzlich ziehen dunkle Wolken auf und es regnet. Dann bleibt der Wind, aber die Sonne lacht wieder vom Himmel. Man könnte fast meinen, es sei April. Auf jeden Fall gab es im Hafen keine Bewegung nach draussen, auch wir nicht. Aber egal, dank Muetti (Trudi) wussten wir, dass heute unsere Schweizer Luftwaffe auf der A1 bei Payerne eine Übung hatte, welche im SRF1 übertragen wurde. Das mussten wir natürlich auch sehen und dank den heutigen Technologien ist das auch kein Problem. So ging schon mal der Morgen vorbei. Am Nachmittag spazierten wir ins Städtchen, waren davon aber nicht so begeistert wie im Törnführer Dänemark beschrieben. Aber egal, ein Weiterkommen hätte es doch nicht gegeben. Im Spar haben wir noch etwas Lebensmittel eingekauft und danach hatten wir ein Apéro auf der Red Snapper. Ach ja, für Markus gab es eine Überraschung. Hinter dem Hafen auf dem Parkplatz haben sich ein paar Nostalgiker mit Oldtimer getroffen. Schon lustig, letztes Jahr waren wir mit Jan Wagnert in Helsingborg unterwegs und besuchten das Schloss Sofiero. Und auch da war eine Ausstellung von Oldtimer und wir wussten es nicht.
06.06.2024 Nibe nach Nyköbing (Insel Mors)
Start 09.35 Uhr / Ankunft 15.25 Uhr / 41 Seemeilen
Als Erstes folgten wir nach der Hafenausfahrt wieder der Fahrrinne, dieses Mal Richtung Norden bis vor Klitgaard. Danach drehten wir für einen kurzen Moment auf Nordwest ab, nördlich vorbei an der Insel Rönholm und dann nach Westen. Es folgten die Ortschaften Attrup und Haverslev. Weiter durchquerten wir den Nörre Mejlgrund bis vor die Brücke bei Aggersund. Das Timing hat bestens gestimmt. Um 12.05 Uhr waren wir vor der Brücke und um 12.15 Uhr war die Öffnung. Die Brücke wurde nur für uns Schweizer geöffnet, kein anderes Boot war in Warteposition. So oder so ist nicht viel los, fast schon langweilig. Wir vereinsamen noch 😌. Weiter ging es dann nordwestlich an den Inseln Livö und Fur vorbei. So Mitte der Insel Fur hatten wir Wellen auf den Bug, so dass es über die Red Snapper spritzte. Aber alles im grünen Bereich. Nach dem Passieren der Westspitze von Fur war es dann nicht mehr so weit bis Nyköbing auf der Insel Mors. Auch hier bleiben wir für zwei Nächte. Bereits heute wurde die Ortschaft etwas erkundet. Es hatte Sonnenschein und natürlich Wind. Leider ist für die nächsten Tage sehr schlechtes Wetter vorhergesagt. Mal schauen wie es auf unserer Route weitergeht.
Am 07.06.2024 sind wir nochmals durch Nyköbing spaziert, bei Wolken und immer wieder Regen. Es hat eine schöne Fussgängerzone und der Stadtplatz ist auch sehr schön. Aber auch hier ist sehr wenig los. Es kommt bei uns keine richtige Stimmung auf. Vermutlich warten alle auf die Sommerferien und laufen bis dahin auf Sparflamme. Am Abend sind wir zum Abendessen ins Restaurant Limfjorden gegangen. Das Essen war sehr fein - ich hatte Muscheln 😋 und Markus ein Filet - und das Personal sehr freundlich. Zurück auf der Red Snapper spendierten wir uns einen Film auf Netflix und haben mit einem Schlummertrunk Aquavit den Abend ausklingen lassen.
Wer kennt die Grill- und Pizzaöfen Morsö? Wir haben zu Hause auf unserer Terrasse einen Pizzaofen. Diese Gusseisenöfen kommen von hier, von Nyköbing auf der Insel Mors, deshalb auch Morsö (dänisch Morsø) https://morsoe.com/de/produkte/indoor/holzoefen
08.06.2024 Nyköbing/Mors nach Lögstör
Start 11.55 Uhr / 14.40 Uhr / 21 Seemeilen
Liebe Leute, es ist gruuuusig. Alles ist verhangen, es regnet, windet und es ist kalt. Und das Traurige ist, dass die Wetterprognosen für die nächsten drei, vier Tage nicht Besserung vorhersagt. Man glaubt es kaum, aber Markus hat sich heute Morgen schlau gemacht, welche Flugverbindungen von Aalborg in die Schweiz existieren. Es gäbe tatsächlich welche, in ca. vier, fünf Stunden wäre man in Zürich oder Basel. Bei Wetterberuhigung würden wir zurückkehren zur Red Snapper. Aber nein, wir haben beschlossen, Nyköbing zu verlassen und auf der Red Snapper zu bleiben. Was wir jedoch entschieden haben, ist, dass es sich nicht lohnt, weiter im Limfjord Richtung Westen zu reisen. An der Nordsee hämmert es auch und somit wären Ausflüge mit Mietauto oder Velo auch nichts. Die Windprognosen lassen uns auch nicht gerade frohen Mutes sein. Sodeli, wie gesagt haben wir Nyköbing verlassen und sind wieder Richtung Aalborg unterwegs. Nun liegen wir in Lögstör im Kanalhavn (Frederik den Syvendes Kanal) und sind geschützt vor Wind und Wellen. Der Regen lassen wir halt auf uns niederprasseln. Zum Glück gibt es eine Bodenheizung auf der Red Snapper. Die läuft seit zwei Tagen ohne Unterbruch. Lögstör scheint aber ein schöner Ort zu sein. Auf jeden Fall werden wir auch hier eine Erkundungstour machen. Bezahlt haben wir für zwei Tage, also gibt es genügend Zeit.
09.06.2024 - 11.06.2024 Lögstör
Es war kein Weiterkommen. Wir hatten drei Tage Starkwind und immer wieder Regen. Zudem war es kühl und nichts mit kurzen Hosen. Auch gingen uns die Windgeräusche irgendwann so richtig auf die Nerven. Aber Lögstör hat uns trotzdem gut gefallen. Es hat einen schönen Dorfkern, rund um den Hafen gibt es viel Sehenswertes und es hat schöne Spazierpfade durch die Natur. Alles im allem hätten wir es viel schlechter treffen können.
11.06.2024 Lögstör nach Aalborg
Start 09.40 Uhr / Ankunft 13.20 Uhr / 28 Seemeilen
Wie bereits erwähnt geht unsere Reise wieder aus dem Limfjord raus. Nach drei Nächten war es an der Zeit, weiterzuziehen. Schon vor Tagen wurden für heute gute Windbedingungen vorhergesagt. Tatsächlich wachten wir am Morgen auf und etwas fehlte - das Pfeifen des Windes war weg. Welche Wohltat! Die Geräuschkulisse in den letzten Tagen war zum närrisch werden. Als unser heutiges Etappenziel haben wir Aalborg ausgewählt, da in den nächsten Tagen schon wieder Starkwind und Regen angesagt ist. Aalborg hat so Einiges zu bieten, und wir werden auch ein Auto für zwei Tage mieten. Damit werden wir den Norden/Westen von Dänemark, bis rauf nach Skagen, erkunden. Es geht auch auf dem Landweg 😊.
Um 10.05 Uhr waren wir vor der Brücke Aggersund, welche um 10.15 Uhr für uns und drei weitere Boote geöffnet wurde. Drei Schiffe waren in die gegengesetzte Richtung unterwegs. So viele Schiffe haben wir schon lange nicht mehr auf See gesehen. Wir waren nicht die einzigen, die das gute Wetterfenster nutzten. Kurz nach der Durchfahrt sahen wir plötzlich Seehunde - so süss! Vielleicht erkennt ihr sie auf den Fotos Nr. 6 + 7. Nun liegen wir an einem super Platz im Vestre Bådehavn (Bootshafen) in Aalborg. Das Auto haben wir auch bereits gebucht und ab morgen geht es auf dem Landweg weiter. Übrigens, kaum haben wir festgemacht, kam die Sonne raus und gibt uns Wärme. Ist doch toll, oder?!
12.06.2024 - 15.06.2024 Aalborg
Wie ihr seht, sind wir immer noch in Aalborg. Aber es war auch so geplant. Am Mittwoch und Donnerstag hatten wir ein Mietauto, mit welchem wir diverse Ausflüge machten.
12.06.2024 Skagen und Hirtshals - in den Norden: Auf diesen Ausflug freuten wir uns riesig. Es schien auch meistens die Sonne und vom Regen wurden wir verschont. Skagen ist die nördlichste Stadt von Dänemark und hier kommen Fähren von Norwegen und Schweden an. Und wir denken, dass jeder der ums Cap gesegelt kommt, froh ist, hier anlegen zu können. Zuerst marschierten wir auf die Landzunge von Skagen raus. Hier treffen die Nordsee und die Ostsee aufeinander. Die Wellen küssen sich, sehr eindrücklich (Foto Nr. 11). Auch die Dünenlandschaft ist sehr schön zum Ansehen, der Sand ist fein und weiss. Es hat hier viele Bunkeranlagen vom 2. Weltkrieg und entsprechende Museen dazu. Die Stadt Skagen bietet viel, eine schöne Fussgängerzone und am Hafen viele Fischrestaurants, Boutiquen, etc. Vor Skagen lagen viele Frachtschiffe auf Reede, d.h. sie waren am Anker und warteten bis sie in den Hafen einlaufen konnten. Skagen lohnt sich, zu besuchen! Von Skagen fuhren wir nach Hiertshals, welches an der Nordsee liegt, am Ende der Jammerbucht. Auch hier ist viel Fährverkehr und natürlich ist die Fischerei ein wichtiges Gewerbe. In Hirtshals hat es einen schönen Leuchtturm und rundherum auch wieder Bunkeranlagen. Generell hat es im Nordjylland viele Verteidigungsanlagen. Auf dem Weg zurück nach Aalborg haben wir noch Lebensmittel und Mineralwasser eingekauft. Wir hatten ja ein Auto, warum also schleppen😊.
13.06.2024 Skörping, Hobro und Handsund
Der heutige Ausflug ging Richtung Süden, ab Aalborg. Wieder mit dem Auto fuhren wir zuerst nach Skörping, wo sich eine stillgelegte Kalkmine, die Thingbaek Chalk Mines, befindet. Im Zentrum wird aber auch über den Kalten Krieg, die DDR, Perestrojka und über die Natur und Entstehung des Kalks informiert. Z.B. wusste die Bevölkerung nicht, dass hier ein Bunker gebaut wurde, der bei einen atomaren Angriff Zuflucht bieten sollte. In die Stollen und Hallen der Kalkmine werden heute Original-Gipsfiguren des Künstlers Bundgaard ausgestellt. Der Künstler Anders Bundgaard wiederum und sein Sohn Christian sind die Errichter der Mine und industrielle Produktion ab 1926. U.a. wird die Gipsfigur "Kimbrer-Stier" ausgestellt, das Wiedervereinigungsdenkmal. Interessant ist, dass bis 1960 das Museum und der Bergbau nebeneinander arbeiteten. Dann wurde es eingestellt - unrentabel. Die Stollen dienen im Winter für zig Fledermäuse der Ort des Winterschlafs. Jetzt haben wir keine einzige Fledermaus gesehen.
Von Skörping fuhren wir dann nach Hobro. Hobro liegt am Ende des Mariagerfjord. Das wäre auch ein Ausflug mit der Red Snapper. Aber nicht auf dieser Reise. Im Hafen gibt es einige Museen, die hauptsächlich das Thema Schifffahrt haben. Man sieht auch etliche Holzschiffe, die restauriert werden.
Und die letzte Station war die Ortschaft Hadsund, die östlicher von Hobro liegt, etwas über die Mitte vom Mariagerfjord. Auf den ersten Blick haben wir nicht viel Sehenswertes gesehen und der Regen war auch wieder da. So haben wir uns entschieden, gar nicht auszusteigen und zurück nach Aalborg zu fahren. In Aalborg angekommen sind wir in das Friis Shoppingcenter gefahren. Darin haben wir etwas Rumgestöbert und Kleinigkeiten eingekauft. Und schon war es 17.00 Uhr und wir mussten das Auto zurückgeben. Die Ausflüge über beide Tage haben sich gelohnt. Ein guter Zeitvertreib, wenn Bootfahren kein Thema ist.
14.06.2024 Aalborg
Heute gibt es nicht viel zu berichten. Es regnet und ist trüb. Richtig um zu waschen, rumzuhängen, Markus hat Kopf-Versteller für bequemes Lesen im Bett montiert (haben wir von der Schweiz mitgebracht) und und und. Nach getaner Arbeit gönnten wir uns das Abendessen im Hafen-Bistro (Fish 'n Chips).
15.06.2024 Aalborg
Heute war Aalborg-Tag. Nach dem Frühstück fuhren wir mit dem Bus Nr. 2 in die Stadt. Anfangs hatten wir noch gutes Wetter, aber wir wussten auch, dass es gegen Mittag regnen wird. Und die Vorhersage stimmte leider. Es begann zu regnen und zwar richtig. Da blieb einem nichts anderes übrig, als in einem Shopping-Center Schutz zu suchen. Das Salling war perfekt dafür. Es hatte einfach alles und auch noch eine Lebensmittel-Abteilung wie im Globus Delikatessen. Hier haben wir für unser Abendessen eingekauft und natürlich mehr. Wer kann schon nur das Nötigste einkaufen? Es hatte auch eine Metzgerei, die uns ein gutes Stück Fleisch verkauft hat. Bis jetzt und auch letztes Jahr haben wir nicht viele Metzgereien gefunden, eigentlich schade. Die Fleischqualität war vorzüglich. Gut gespiesen, satt und nach einem Aquavit war bald Lichterlöschen.
16.06.2024 Aalborg nach Hals
Start 11.00 Uhr / Ankunft 14.15 Uhr / 21 Seemeilen
Heute wachten wir mit Sonnenschein auf. Freude herrscht! Als wir gestern im Shopping-Center Salling waren, sahen wir tiefe Teller, welche uns gefallen haben. Schon seit einiger Zeit dachten wir uns, dass für Eintopf-Menüs uns solche Teller fehlen. Ich weiss, ein Luxus-Problem 😊, aber wir fanden noch ein Plätzchen dafür. Um 10.00 Uhr öffnete der Center und wir standen pünktlich davor. Rein ins Center, in den 2. Stock, in die Geschirrabteilung, vier Teller kaufen, bezahlen, raus aus dem Center, zu Fuss retour in den Hafen und das war's. Zurück bei der Red Snapper wurden kurz darauf die Leinen gelöst und wir fuhren zur Tankstelle. Nun gehörten uns 484 Liter Diesel. Danach fuhren wir raus aus den Hafen und vor die Eisenbahnbrücke, die um 11.55 Uhr geöffnet wurde. Bei der nächsten Brücke, konnten wir unten durchschlüpfen. Bis wir in Hals waren folgten wir den Fahrrinnen raus aus dem Limfjord, irgendwann begleitet von Starkregen. Als wir in Hals angekommen sind, war fast schönes Wetter. Es wechselt so schnell hier. Der einzige konstante Begleiter ist der Wind. In Hals haben wir an einem Kopfsteg Platz gefunden. Wir bleiben für eine Nacht.
Auf den beiden letzten Fotos oben sind Frachtschiffe, die Teile von Windturbinen an einen Windpark in der Ostsee liefern (1. Schiff beladen mit Rotoren/2. Schiff mit Bodenelementen/Säulenteile)
17.06.2024 Hals nach Randers im Randers Fjord
Start 08.45 Uhr / Ankunft 15.10 Uhr / 48 Seemeilen
Wir haben das Limfjord heute verlassen und sind wieder in der Ostsee. Für kurze Zeit tuckerten wir nach Südöst, danach drehten wir auf Süd ab. Der Weg führte uns durch die Aalborg-Bucht, welche uns immer (2018 + 2024) etwas durchschüttelt. Vorbei an der Passage ins Mariager-Fjord. Dieses Fjord hatten wir am 13.06.2024 per Auto erkundet. Bei Udbyhøj drehten wir nach Westen ab und folgten der Fahrrinne vorbei an Udbyhøj und rein ins Randers Fjord. Die Entscheidung dieses Fjord zu erkunden fiel ganz spontan. Die Reise durch's Fjord war sehr schön. Manchmal verengte es sich so stark, dass man das Gefühl hatte, in einem Kanal zu fahren. Es hatte einen interessanten Abschnitt: Zwischen Kare Holm und Stovringgaard hatte es im Fjord einen Kanal eingebettet, welcher nur für die Frachtschiffe war. Die Freizeitboote mussten im Fjord den gelben Tonnen folgen. Bei Uggelhuse verengte sich das Fjord so stark, dass man wirklich das Gefühl eines Flusslaufes hatte. Eine schöne Fahrt. In Randers angekommen waren wir zuerst nicht sehr begeistert. Der Hafen ist nicht gerade ein Schmuckstück und für Boote mit einer Breite von vier Metern hatte es nicht viele Plätze, resp. genau einer war frei. Zum Glück für uns. Kaum begangen wir mit dem Anlegemanöver stand ein freundlicher Helfer bereit. Er informierte uns danach auch über die Infrastruktur, etc. Mittlerweile finden wir den Platz richtig gut. Wir bleiben für zwei Nächte. Die Stadt (6. grösste Stadt Dänemarks) soll interessant sein.
18.06.2024 Randers
Heute morgen war zuerst einmal die Red Snapper dran, gewaschen zu werden. Die Blachen, Scheiben, etc. waren mittlerweile richtig Salz verkrustet. Danach kam unsere Körperhygiene dran, gefolgt von einem ausgiebiges Frühstück. Gut gestärkt machten wir uns auf den Weg in die Stadt. Wow, die Stadt gefällt uns. Alt und neu sind gut kombiniert, viele schöne Plätze zum Verweilen und wer hier nicht Shoppen kann, hat ein Problem. Eigentlich schon fast schade, dass es nicht mehr Gästeplätze gibt. Die Reise ins Fjord und in die Stadt Randers lohnt sich allemal.
19.06.2024 Randers nach Bønnerup
Start 09.50 Uhr / Ankunft 14.00 Uhr / 34 Seemeilen
Tschüss Randers, du hast uns gut gefallen. Nach dem Ablegen tuckerten wir anfangs mit ca. 7/7.5 Knoten das Randers Fjord wieder raus, Richtung Ostsee. Ohne mehr Schub zu geben wurden wir gegen Ende des Fjords immer schneller. Wir wurden richtiggehend in die Ostsee rausgezogen. Die Red Snapper flog bis zu 9.3 Knoten über das Wasser - Raserin😅. Nach Udbyhøj drehten wir auf Ostsüdost ab und hielten auf die Ortschaft Bønnerup zu, unser Zielhafen. Den Hafen erkennt man schon von Weitem. Auf den Einfahrtsmolen sind links und rechts Windturbinen (sieben Stück) montiert. Unverkennbar. Nach den Aussenmolen ging es in einem Zickzack-Kurs in den eigentlichen Hafen. Man liegt hier ruhig, gut geschützt vor Wellen. Ist auch nötig, denn der Wind, der Wind, das himmlische Kind... Und wie immer wird es gegen Abend schön, so dass wir bei Sonnenschein unser Abendessen geniessen konnten. Und wirklich bei Sonnenschein, obwohl es nach 19.30 Uhr war. Es geht auf Midsommer zu und so haben wir noch um 23.00 Uhr Abendsonne. Es wird gerade so knapp dunkel in der Nacht. Die beiden letzten Fotos habe ich um 23.50 Uhr aufgenommen.
20.06.2024 Bønnerup
Wir hatten heute einen Ruhetag, wobei doch so einiges los war:
Gemütlich gefrühstückt, eine 30°Wäsche erledigt, einen schönen Strand-Spaziergang gemacht, Apéro im Bistro Kajkanten mit Aussicht auf den Fischerhafen genossen, Abendessen gekocht, etwas gelesen und dazu immer wieder die schöne Abendstimmung genossen. Und schon war Bettenzeit.
21.06.2024 Bønnerup nach Anholt/Insel
Start 08.15 Uhr / Ankunft 12.30 Uhr / 34 Seemeilen
Zeitig lösten wir die Leinen, heute war der grosse Tag. Endlich konnten wir auf die Insel Anholt übersetzen. Schon letztes Jahr war diese Insel auf unserem Plan, aber die Wetterbedingungen machten uns einen Strich durch die Rechnung. Dann wollten wir dieses Jahr bei der Fahrt Richtung Norden auf der Insel Halt machen. Aber wieder war das Wetter Schuld, dass wir sie auslassen mussten. Aber jetzt hat alles gepasst. Nach der Hafenausfahrt hielten wir für 18 Seemeilen und ca. zwei Stunden Kurs 55°, danach drehten wir ab auf Kurs 80°. Dabei fuhren wir durch den Windpark Anholt. Für die Red Snapper und natürlich auch für uns haben wir einen schönen Platz zum Anlegen gefunden. Da für Samstag Regen angesagt war und danach aber Sonnenschein haben wir für zwei Nächte bezahlt. Gut möglich, dass es aber mehr werden 😊.
Übrigens war heute ja Midsommer, der längste Tag und die kürzeste Nacht im Jahr. Die letzten vier Fotos sind von ca. 22.15 Uhr und später. Im Osten zog bereits das schlechte Wetter auf und im Westen hatten wir diesen Sonnenuntergang. Midsommer-Nacht lässt grüssen. Es war ein richtiger WOW-Moment, magisch!!!
22. - 24.06.2024 Insel Anholt
Nach einem gemütlichen, windigen und regnerischen Samstag kam das schöne Wetter am Sonntag zurück. Wir haben die Insel erkundet, zu Fuss und mit E-Bikes (gemietet). Wir dachten, dass wir mit den E-Bikes bis zum Leuchtturm am anderen Ende der Insel radeln könnten. Falsch gedacht, nach ca. drei Kilometern mussten wir diese abstellen und dann ging es ca. sieben Kilometer zu Fuss weiter. Dabei marschierten wir durch das Gebiet Ørkenen (=Wüste), welches die grösste zusammenhängende Flechtenheide Nordeuropas ist. Die Wanderung war echt anstrengend, zum einen weil wir nicht ganz die richtigen Schuhe an hatten und zum einen, weil der Pfad sandig war. Aber wir waren ja auch der Meinung, dass wir nicht so weit marschieren müssten. Aufgeben war nie eine Option, denn die Landschaft war faszinierend (Dünen, Strandwälle, viele Pflanzen). Und die Seehunde und der Leuchtturm mussten gesehen werden. Wir wurden nicht enttäuscht. Es war sooo schön. Danach ging es über den gleichen Weg wieder zurück zu den Velos. Nach diesem Tag war selber kochen keine Option. Im Bistro haben sie uns Burger und ein Steak-Sandwich verkauft, beides sehr fein.
Am Montag war Füsse pflegen angesagt und nochmals mit den E-Bikes die Insel resp. die Ortschaft Anholt erkunden. Nachdem wir die Velos zurückgebracht haben, gab es etwas ruhen und die Sonne geniessen. Gegen den späteren Nachmittag hatte ich plötzlich den Drang, in die Ostsee baden zu gehen. Markus hielt seine Füsse ins Wasser und das Thema Baden war abgehakt. Ich wollte es aber wissen und bin tatsächlich bis zum Kopf eingetaucht. Es war herrlich erfrischend.
25.06.2024 Anholt/Insel nach Grenaa
Start 09.15 Uhr / Ankunft 13.20 Uhr / 32 Seemeilen
Oh du schönes Eiland, es war wunderschön. Zweimal haben wir den Aufenthalt auf Anholt verlängert. Nun geht es weiter. Bei ruhiger See und Kurs 225° haben wir auf Grenaa, welches auf dem dänischen Festland ist, gehalten. Den Windpark Anholt haben wir wieder durchquert. Im Hafen von Grenaa (waren wir auch im 2018) konnten wir uns den Platz aussuchen, sogar längsseits an einem Steg. Zum späten Lunch gab es Aprikosen-Wähe, welche ich während der Fahrt gebacken habe. Am Abend lauschten wir der Musik von einem Alleinunterhalter auf dem Kran-Platz. Speziell daran war, dass er sich nicht mit einem Keyboard begleitete sondern mit Schlagzeug.
Wir haben für zwei Nächte bezahlt. Viel ist nicht geplant, sicher Lebensmittel einkaufen und etwas Wäsche machen. Und vor allem endlich die Homepage auf den neuesten Stand bringen. Ich war etwas "faul". Sorry.
26.06.2024 Greena
Heute war nicht viel los. Wir haben tatsächlich gewaschen und sind noch Lebensmittel einkaufen gegangen. Das war es dann auch schon. Tschüss!
27.06.2024 Grenaa nach Ebeltoft
Start 08.30 Uhr / Ankunft 12.30 Uhr / 30 Seemeilen
Bei Zeiten ging es heute weiter, da für Nachmittag Gewitter angesagt war. Kurz nach der Hafenausfahrt drehten wir auf Süd ab und folgten der Küstenlinie. Immer weiter der Küste entlang, um die Landzunge Ahl herum. Aber Achtung, nicht zu nah, denn das Gebiet Sandhagen hat gerade mal eine Tiefe von 0.3 - 0.6 Metern. Nach diesem Umweg drehten wir als Nächstes auf Ost ab und steuerten Ebeltoft an. Im Skudehavn haben wir ein schönes Plätzchen gefunden.
28. - 29.06.2024 Ebeltoft (Stadt des Glases und Apfels (Ebel (alt) = Apfel)
Dieses Städtchen hat uns sehr gut gefallen. Die historische Altstadt aus dem 14. Jahrhundert ist sehr gepflegt und sehr gut unterhalten. Historiker nehmen an, das zur Entstehungszeit der Stadt ein Hügel mit Apfelbäumen das Zentrum bildete und deshalb der Name Ebeltoft. Seit 2004 gibt es alljährlich Mitte Oktober das Ebelfestival (Apfel-Fest), an welchem der Apfel (übrigens auch die dänische Nationalfrucht) geehrt wird. In den alten Riegelhäuser im Zentrum, welches autofrei ist, findet man alles: Restaurants, Cafés, Gelato-Dielen, Souvenirs, Kleider, Schuhe, etc, etc. Am Marktplatz steht das alte Rathaus. Man sagt, dass dies das zweitmeist-fotografierte Objekt in Dänemark ist. Nummer eins ist die kleine Meerjungfrau in Kopenhagen. Dazu findet man verschiedene Museen, u.a. das Hafenmuseum mit der Fregatte Jylland und das Glas-Museum. Beim Fischer-Hafen gibt es kleine Bistros, einen Fischmarkt, Wein- und Spirituosen-Handel (aber kein Appenzeller 😉), Shop/Bistro mit italienischen Spezialitäten und und und. Hier ein paar Tage zu verbringen, war ganz einfach. Dazu hat das Wetter mehrheitlich gut mitgespielt.
Ein paar Fotos von Glas-Bilder (wirklich alles aus Glas, auch der Falke) und -Objekte im Glas-Museum. Es hat auch eine Glas-Werkstatt, wo verschiedene Künstler ihre Produkte live herstellen. Derjenige auf dem Foto ist Chris und kommt aus den USA. Er macht u.a. die Quallen in der Glas-Kuppel.
30.06.2024 Ebeltoft nach Egaa
Start 10.00 Uhr / Ankunft 13.15 Uhr / 24 Seemeilen
Die Tage in Ebeltoft waren sehr schön und kurzweilig, sogar das Wetter hat mitgespielt. Heute morgen naja, es hat geregnet und alles ist verhangen. So fällt der Abschied leicht. Wir sind wieder in den Ebeltoft Vig hinausgetuckert, danach Richtung Süden um die Landzunge Helgenaes herum. Nach dem Leuchtturm Sletterhage drehten wir auf Nordwest ab, vorbei am Sködeshoved Strand (Halbinsel) und hielten den Kurs auf Egaa zu. Egaa ist ein Vorort von Aarhus. Und da wir im 2018 bereits in Aarhus waren, dachten wir uns, etwas Neues zu erkunden. Der Hafen ist gross und gut im Schuss.
01.07.2024 Egaa
Naja, viel hat Egaa nicht zu bieten. Aber egal. Der Hafen ist top und die Sanitär-Anlagen toptop. Wir haben eine Erkundungstour gemacht mit Ziel Werkzeug-Shop. Die Geschichte ist die, dass eine Manschette der Gelenkswelle spröde ist und Fett speit. Nach Auskunft der Werft ist es kein Problem, solange es nicht rattert im Antriebsstrang. Tut es noch nicht. Wie Markus ist, hat er natürlich eine Reserve-Welle (Python Drive) mitgenommen. Was uns aber fehlt, ist ein Drehmomentschlüssel, damit das Teil fachgerecht montiert werden kann. Und wir wurden fündig. Also wenn nun der schlimmste Fall eintreten würde, kann Markus die neue Welle montieren. Die Red Snapper muss für das auch nicht aus dem Wasser.
02.07.2024 Egaa nach Juelsminde
Start 10.40 Uhr / Ankunft 16.15 Uhr / 43 Seemeilen
Regen, Wind und Wolken haben uns wieder fest im Griff. Sogar die Quallen haben Schutz zwischen den Booten gesucht. Da braucht es ein oder zwei Schietwetter-Tees (Schwarztee mit Rum und Kandiszucker) - alles an Bord! Nach dem Ablegen ging es wieder raus in die Aarhus Bugt, vorbei an Aarhus und weiter Richtung Süden. Auch die Ortschaft Hov liessen wir links liegen, zwischen der Landzunge Gylling Naes und der Insel Endelave durch, um das As Hoved und hinein nach Juelsminde. Es war ein "wellige" Fahrt. Da braucht es Erholung, also bleiben wir zwei Nächte.
03. - 04.07.2024 Juelsminde
Aus einer weiteren Nacht wurden zwei weitere Nächte. Der Wind liess keine Weiterfahrt zu. Aber es wurde uns nicht langweilig. Im Hafengebiet wird einiges geboten und es hat auch eine kleine Fussgängerzone - shoppen, flanieren, geniessen, ruhen, Gegend erkunden, etc. Und die Sonne zeigte sich auch immer wieder mal.
Übrigens liegt hier der Anker der Fregatte Jylland, welche im Hafenmuseum von Ebeltoft liegt (oben viert- und zweitletztes Foto).
05.07.2024 Juelsminde nach Assens
Start 07.50 Uhr / Ankunft 13.30 Uhr / 43 Seemeilen
Bei leichtem Regen haben wir die Leinen gelöst und sind wieder raus auf's Meer gefahren. Der Seeweg führte uns um Björnsknude, vorbei an Kulvig, Fredericia, Middelfart und hinein den kleinen Belt (Lille Baelt). Um Middelfart haben wir einige Schweinswale gesichtet. Einfach nur schön! Weiter Richtung Südost, vorbei an der Insel Baagö und dann hinein in den Hafen von Assens. Wir waren froh, als die Red Snapper festvertäut war. Es war eine richtige Schaukelpartie. Gerade mal von Fredericia bis nach der Insel Faenö hatten wir ruhiges Fahrwasser. Ansonsten kamen die Wellen über den Bug. Zum Glück hatten wir schon in Juelsminde alles verstaut, was rumfliegen könnte.
Fotos Nr. 5 bis 8 sind von Fredericia und Middelfart, wo wir uns entspannen konnten.
06.07.2024 Assens
Heute hatten wir wettertechnisch alles: Sonne, Gewitter, Wind, Wolken, Regen. Sobald der Morgenregen vorbei war, haben wir uns auf den Weg ins Städtchen gemacht. Vorbei am riesigen Rathaus, wo über 120 Jahre (bis 2006) die Zuckerfabrik drin war, und rein in die Altstadt. Die alten Häuser sind richtig gut im Schuss und werden für allerlei Zwecke genutzt. Und wieder einmal platzten wir in eine Oldtimer-Parade rein. Da gab es viel zu gucken. Auf dem Rückweg berücksichtigten wir noch das Lebensmittelgeschäft. Unser Kühlschrank ist wieder gut bestückt, uns kann in den nächsten Tagen nichts passieren. Auch für Vitamine ist wieder gesorgt.
Leider war am nächsten Tag (07.07.2024) kein Weiterkommen. Bereits am Vortag wurde für die Nacht Sturm vorhergesagt und auch durch den Tag wurde vor Starkwind gewarnt. So mussten wir nochmals einen Tag anhängen, der mit Waschen, Tumblern, neues Bett beziehen, Putzen und etwas Ordnung schaffen ausgefüllt war.
Am Abend vor der Weiterreise wurden wir dann noch mit dieser schönen Abendstimmung belohnt 😊.
08.07.2024 Assens nach Faaborg
Start 08.45 Uhr / Ankunft 12.45 Uhr / 28 Seemeilen
Okay, heute gab es wieder ein Husarenritt über die Wellen. Wir waren aber darauf vorbereitet. Zuerst mussten wir einen weiten Weg um die Halbinsel Torö fahren, danach tuckerten wir der Aakorg Bugt und Insel Helenaes entlang und vorbei am Leuchtturm Lindehoved (Insel Helenaes). Weiter hielten wir auf die Halbinsel Horne Lande zu, am "Kap" Sönderhjörne vorbei, um danach auf Ost abzudrehen. Der Seeweg führte uns zwischen Horne Land und der Insel Lyö durch, vorbei am Knolden und hinein in das Faaborg Fjord. Nun waren wir in der dänischen Südsee - heisst wirklich so. In Faaborg gibt es fünf Häfen, davon zwei für die Freizeitboote. Wir haben im Inderhavn festgemacht, welcher direkt an der Food-"Meile" liegt. Kaum hatten wir festgemacht, kam auch schon wieder der nächste Regenschauer. So hat es wenigstens einiges von der Salzverkrustung runtergespült. Während der ganzen Fahrt gingen mehr oder weniger alle Wellen über die Red Snapper. Aber wie es sich gehört, kommt am Nachmittag irgendwann die Sonne raus. Das hat uns sehr gepasst, denn so konnten wir uns ein schönes Plätzchen am Kai suchen und bei irgendeinem Food-Truck etwas zu Trinken und Essen holen. Es gab auch Live-Musik. All die Wellen waren ganz schnell vergessen und wir haben die Stimmung in uns aufgezogen.
09.07.2024 Faaborg
Der heutige Tag gehörte ganz Faaborg. Wir haben das wunderschöne Städtchen erkundet. Es wird einiges geboten, für das Auge und den Gaumen. Und wie so oft auf dieser Dänemark-Reise ist es morgens bewölkt und am späteren Nachmittag zeigt sich die Sonne. So genossen wir bei der Nachmittags-Erkundungstour ein Apéro auf dem Stadtplatz und schauten dem Treiben zu.
Heute gab es noch ein Novum: Ganz in der Nähe von unserem Liegeplatz hat ein Segelschiff mit österreichischer Flagge festgemacht. Der Heimathafen ist Wien. Während unseren Reisen 2018, 2019, 2023 und 2024 gab es das noch nie!
10.07.2024 Faaborg nach Svendborg
Start 09.40 Uhr / Ankunft 12.10 Uhr / 19 Seemeilen
Nachdem wir Faaborg verlassen hatten, tuckerten wir zwischen den Inseln Björnö und Fyn durch. Die Insel Avernakö passierten wir nördlich und weiter führte uns der Seeweg an der Südküste von Fyn entlang und dann rein in den Svendborg Sund. Im Stadthafen von Svendborg wurden wir vom Hafenwart im Schlauchboot empfangen und er hat uns dann einen Platz zwischen Pfosten zugewiesen. An Land stand ein Helfer des Hafenpersonals, um die Leinen abzunehmen und durch die Oesen zu führen. Alles war gut vorbereitet: am Bug zwei Leinen und am Heck zwei Leinen. Eigentlich hätte es ein einfaches Manöver werden sollen. Wäre da nur nicht die Strömung gewesen, die wir falsch eingeschätzt hatten. Das Spezielle war, dass der Wind und die Strömung eigentlich von der gleichen Seite kamen, aber bedingt durch die Sackgasse des Hafenbeckens führte es zu einer starken Gegenströmung. Aber mit Hilfe von Bug-/Heckschraube und des freundlichen Personals hat alles geklappt und die Red Snapper lag gut vertaut im Platz. Wir waren an diesem Nachmittag nicht die Einzigen, die mit der Strömung Probleme hatten. Aber man hilft sich gegenseitig und das ist gut so!
11.07.2024 Svendborg
Svendborg hat uns gut gefallen. Anfangs waren wir nicht so überzeugt vom Hafen, da er ein Mischwerk von Fähr-, Werft-, Museums- und Bootshafen ist. Aber genau das hat ihn schlussendlich interessant gemacht. Auch Svendborg als Stadt ist interessant. Es hat alles und "Lädele", auch ohne etwas zu kaufen, geht immer. Im und um's ganze Hafenareal gibt es verschiedene Überbauungspläne, die in den nächsten Jahren realisiert werden. Am Abend haben wir uns entschieden, beim Fischer-Bistro mit eigener Räucherei zu essen. Naja, im Laden hat es besser ausgesehen als dann im Bistro. Wir hatten gebackenen Fisch, einmal mit Pommes und einmal mit Kartoffelsalat. Der Fischanteil zwischen der Panade hätte nicht dünner sein dürfen.
12.07.2024 Svendborg nach Rudköbing
Start 10.10 Uhr / Ankunft 11.50 Uhr / 10 Seemeilen
Nach dem Ablegen fuhren wir um die Werftinsel, Richtung Osten. Kurz darauf wechselten wir auf Kurs Süd, zwischen den Inseln Taasinge und Thurö durch, vorbei an Troense (Insel Taasinge) und Grönneodde (Insel Thurö). Wieder ein Kurswechsel auf Südost und vorbei an Stenodde (Insel Taasinge). Danach hielten wir auf einen markierten Kanal zu und folgten diesem bis nach Rudköbing. Zur Erklärung "markierten Kanal": Es ist nicht ein herkömmlicher Kanal, wie wir das verstehen würden, sondern ein mit Bojen markierter Wasserweg/Kanal, der ausgebaggert wird, so dass die Schiffe sicher über verschiedene Untiefen kommen. Kurz vor Rudköbing tuckerten wir unter der Langeland-Brücke durch, die 774 Meter lang ist und die Inseln Langeland und Siö verbindet. Im Rudköbing Havn haben wir für die Red Snapper und uns einen super Platz gefunden, am Kopfsteg und mit Sicht auf die Langeland-Brücke. Nach dem Anlegen sind wir zur Rudköbing Fisk & Rögeri (Fisch & Räucherei) spaziert und haben uns ein Lunchpaket bestehend aus Garnelen, geräuchertem Lachs, Fisch-Frikadelle, Lachs/Spinat-Wähe und Remoulade abgeholt. Mit einem Gläschen Rosé hat's gemundet. Im Wissen darum, dass für den nächsten Tag sehr schlechtes Wetter angesagt ist, haben wir bereits am Nachmittag Rudköbing etwas erkundet. Übrigens hängt in Rudköbing beim ehemaligen Bahnhof die einzige Bahnhofsuhr mit 24-Stunden-Anzeige von Dänemark (siehe Foto unten). Die Uhr wurde vom Uhrmacher Gorm Wilhjelm aus Rudköbing handgefertigt und 1928 montiert. Leider funktioniert sich nicht mehr.
13.07.2024 Rudköbing
Das schlechte Wetter kam bereits gestern Abend. In der Nacht hat es immer wieder geregnet. Aber man muss auch das Positive sehen: Dank dem Regen hat es das Salz von der Red Snapper runtergespült. Das heutige Programm ist kurz erzählt: Duschen, Morgenessen, Abwaschen, Homepage nachführen, Lesen, Lesen, Lesen, Essen, Trinken.....
14.07.2024 Rudköbing nach Bagenkop
Start 09.45 Uhr / Ankunft 12.30 Uhr / 20 Seemeilen
Auch Rudköbing gehört der Vergangenheit an. Bei Wind und Sonnenschein sind wir wieder in die dänische Südsee gestochen. Nach der Hafenausfahrt sind wir direkt wieder in einen markierten Kanal gefahren, durch das Rudköbing Löb. An der Insel Strynö fuhren wir östlich vorbei. Nach deren Südspitze mussten wir auf Südwest abdrehen, Richtung Marstal auf der Insel Aerö. Und schon wieder folgten wir einem markierten Kanal, dann drehten wir auf Süd ab und sind weiter dem "Kanal" gefolgt. Auf Höhe der Hafeneinfahrt nach Marstal drehten wir auf Südost ab und folgten immer noch dem Kanal. Ab der Südspitze der Insel Aeroshale konnten wir uns frei bewegen und hielten Kurs Südost Richtung Bagenkop, unser Ziel (siehe Foto Nr. 1). Leider waren in diesem letzten Streckenabschnitt auch die Wellen wieder unbequem. Die Marstal Bugt war auch gross genug, damit sie sich aufbauen konnten. Zeitweise hatten wir unsere Stützrädli (RotorSwing) voll ausgefahren. Diese Anschaffung ist Gold wert auf dem Meer. In Bagenkop liegen wir gut vertäut, der Wind kann uns nichts mehr anhaben. Wir bleiben für zwei Nächte hier und dann ist nur noch eine Etappe zu bewältigen und zwar zurück nach Heiligenhafen.
Im Hafen von Bagenkop, direkt neben unserem Liegeplatz gibt es einen Aussichtsturm. Von diesem sind die letzten fünf Fotos.
15.07.2024 Bagenkop
Bei schönem Sonnenuntergang schreibe ich diese Zeile über den heutigen Tag. Wir haben die Südspitze der Insel Langeland per Fuss erkundet. Insgesamt haben wir über 10 Kilometer zurückgelegt. Dabei kamen wir am südlichsten Punkt von Dänemark vorbei, die Kliffs Dovns Klint und Gulstav Klint. Übrigens ist Bagenkop der südlichste Ort von Dänemark. Während unserer Wanderung haben wir auch zwei, drei Hatbakker "erklommen". Hatbakker heisst zu deutsch Huthügel. Diese hutförmigen Hügel sind typisch für Langeland, es gibt fast 1'000 davon. Diese Hatbakker wurden in der letzten Eiszeit von einem Gletscher geformt, der sich vor etwa 17'000 Jahren über den Osten Dänemarks schob. Für die Geologen ist es aber ein Rätsel, wie sie entstanden sind. Hier um Bagenkop gibt es immer noch wilde Pferde (vilde heste). Ganz wild sind sie aber doch nicht. Sie leben eingezäumt in einem riesigen Reservat und haben möglichst wenig menschlichen Kontakt. Die robuste Exmoor-Rasse lebt das ganze Jahr über im Freien, die im Winter ein so dickes Fell bekommt, dass Schnee auf ihrem Rücken liegen bleiben kann, ohne zu schmelzen. Eindrücklich ist es allemal, die Tiere zusehen. Nach der Wanderung gönnten wir uns einen Snack auf der Red Snapper. Und irgendwann war es an der Zeit, das Abendessen zuzubereiten. Während der Zubereitung segelten noch zwei grosse holländische Klipper (Grosssegler, einer mit zwei Masten und der andere mit drei Masten) in den Hafen. Es ist immer wieder schön, diese Art Schiffe, eben Klipper, zu sehen oder auf dem Wasser zu begegnen. Und als ob die Sonne wüsste, dass wir nicht mehr viele Sonnenuntergänge auf dem Meer sehen würden, zeigte sie sich nochmals von der schönsten Seite. Merci Sonne!
16.07.2024 Bagenkop nach Heiligenhafen/DE
Start 08.40 Uhr / Ankunft 13.00 Uhr / Seemeilen 33
So, unsere letzte Etappe der zweimonatigen Reise haben wir zeitig gestartet. Nach der Hafenausfahrt hielten wir zuerst Kurs Süd, danach drehten wir auf Südost ab. Und was soll ich sagen: Kaum aus dem Hafen hatten wir die Wellen auf den Bug und es spülte einmal mehr Ostsee-Wasser über die Red-Snapper. Vielleicht waren die Wellen und der Wind ein Grund dafür, dass wir kaum anderen Booten begegneten. Mit uns segelte resp. tuckerte ein anderes Segelschiff Richtung Deutschland und dann kreuzten wir ein Frachtschiff. Es war nicht viel los. Erst als wir uns der Kieler Bucht näherten kam leben auf's Wasser. In der Bucht hat es verschiedene Wasserwege wie z.B. Kiel-Flensburg-Weg, Kiel-Fehmarnsund-Weg oder Kiel-Ostsee-Weg. Auf diesen Wegen bewegen sich die Frachtschiffe und Achtung, sie haben immer Vortritt. Zirka auf halbem Weg haben wir auch die Grenze Dänemark/Deutschland passiert. Bedingt durch den Wellengang musste aber der Gastland-Flaggen-Wechsel warten. Im Fehmarnsud war es dann soweit und Markus stieg auf's Dach und hievte die Deutschland-Flagge. Nun liegen wir in Heiligenhafen am Steg 8, Platz 69.
17.07.2024 bis 22.07.2024
Viel haben wir bis jetzt nicht unternommen. Am Mittwoch, 17.07.2024, war ein windiger Tag, den wir mit Waschen und Rumhängen verbracht haben. Heute, Donnerstag 18.07.2024, haben wir uns entschlossen, für drei Nächte nach Lübeck zu reisen. Also sind wir zur Yachtwerft Heiligenhafen in Ortmühle marschiert und haben unser Auto abgeholt. Wir durften das Auto für die zwei Monate in einer Winterlagerhalle einstellen. Man glaubt es kaum, aber als wir die Halle betraten, waren zwei weitere Berner Autos parkiert. Zurück bei der Red Snapper wurde die Tasche für unseren Ausflug gepackt. Die Reise dauerte etwas mehr als eine Stunde, das Hotel war optimal gelegen, nur ein paar Gehminuten vom Holsten-Tor entfernt. Es war etwas ungewohnt, ein grosses Zimmer zu haben und vor allem ein grosse Bett. Wir haben es aber sehr genossen. Auch das Duschen war für mich richtig schön. Es musste nicht schnell gehen, weil die Zeit in zwei Minuten abläuft. Man konnte es einfach geniessen. Lübeck haben wir zu Fuss und zu Wasser erkundet. Die Hafen- und Kanalrundfahrt ist sehr zu empfehlen. Am Abend kam der Gedanke, dass wir noch Wismar erkunden könnten. Also sind wir am nächsten Tag ins Auto gestiegen und sind nach Wismar gefahren. Zum Glück, denn Wismar hat uns besser gefallen als Lübeck. Wieder zurück in Lübeck genossen wir den letzten Abend. Zurück auf der Red Snapper war dann Packen angesagt. Alles was wir per Auto zurück in die Schweiz nehmen wollten, musste gepackt und ins Auto verladen werden. Am Montag, 22.07.2024, war es dann so weit und der Abschied wurde uns leicht gemacht. Es regnete aus Kübeln und der Wind blies uns um die Ohren. Wir tuckerten ein letztes Mal auf der Ostsee von der Marina Heiligenhafen in die Yachtwerft Heiligenhafen in Ortmühle. Die Red Snapper blieb hier bis zum Verlad auf den LKW und wir fuhren zurück in die Heimat. Geplant war eine Übernachtung auf ca. halber Strecke. Aber es lief so gut, dass wir uns entschieden haben, durchzufahren und in unserem Bettchen zu schlafen. Um 22.00 Uhr waren wir zu Hause. Alles ging flott!
Was soll man sagen: Nun ist auch diese Reise vorbei und wir haben wieder viele schöne Orte gesehen. Leider war das Wetter sehr instabil. Zuviel Regen, Wolken und Wind! Unser Durchhaltewille wurde gefordert.
In den nicht ganz zwei Monaten haben wir 905 Seemeilen zurückgelegt und 121 Motorenstunden abgespult.
Als letztes bleibt uns nur noch zu sagen: Vielen, vielen lieben Dank an Regi (meine Schwester) und meine Eltern für ihre Unterstützung. Ohne ihre Gänge nach Gerolfingen hätten wir diese Reise nicht organisieren und geniessen können. Merci 💖
Telefon +41 (0)79 448 08 49 oder +41 (0)79 631 12 45