18.05.2024 Start in Gerolfingen/Schweiz

Um ca. 10.15 Uhr sind wir in Gerolfingen losgefahren und etwa um 18.30 Uhr waren wir für eine Übernachtung in Göttingen im Hotel Freizeit In. Am nächsten Morgen (19.05.2024) ging es dann weiter in Richtung Norden bis nach Heiligenhafen. Natürlich mussten wir bei Ankunft zuerst unserer Red Snapper in der Yachtwerft Heiligenhafen/Ortmühle einen Besuch abstatten. Schliesslich musste sie acht Monate auf uns warten. Danach fuhren wir in unser Hotel Weissenhäuser Strand. Das Zimmer hatten wir vorgängig  für zwei Nächte reserviert und zwar mit Ostsee- und Dünen-Blick. Und den hatten wir und an den Abenden immer wunderschöne Sonnenuntergänge. 

Am Montag, 20.05.2024, fuhren wir nach einem ausgiebigen Frühstück wieder zur Werft und haben die mitgebrachten Sachen auf die Red Snapper verladen. Nach etwas Einräumen und Rumstöbern ging es dann weiter in die Marina Heiligenhafen. Nach einem Snack entschieden wir uns, einen Ausflug nach Travemünde zu machen. Hat sich sehr gelohnt. Zurück beim Hotel haben wir noch ein Abendessen genossen und den Abend auf unserer Zimmerterrasse mit schönem Sonnenuntergang ausklingen lassen.

Dienstag, 21.05.2024

Heute war Einwasserung der Red Snapper (siehe Videos) in Ortmühle. Und ganz spontan und zeitlich perfekt kam Jan Wagnert vorbei. Jan ist ein schwedischer Freund, welchen wir von Saas-Fee kennen. Letztes Jahr haben wir auf unserer Reise Jan und seine Frau Luise in Helsingborg/Schweden besucht. Da er heute geschäftlich nach Deutschland musste und so oder so über Fehmarn fuhr, lagen wir auf seinem Weg. Das hat uns riesig gefreut!

Bei der Einwasserung um ca. 12.30 Uhr lief alles ohne Probleme ab. Die Jungs hatten es voll im Griff. Kurze Zeit später haben wir die Leinen gelöst und sind in die Marina Heiligenhafen gefahren. Endlich waren wir wieder auf dem Wasser. Markus hatte schon richtige Entzugserscheinungen 😂. 

Für die nächsten zwei Tage ist sehr viel Wind angesagt. Deshalb bleiben wir für drei Nächte. Auf jeden Fall sind wir bereit für die grosse Reise. Am Freitag, 24.05.2024, soll es losgehen. Der Wetterbericht stimmt uns zuversichtlich.

Freitag, 24.05.2024 Heiligenhafen nach Maasholm

Start 08.35 Uhr / Ankunft 15.40 Uhr / 53 Seemeilen

Bei schönstem Wetter und kaum Wind haben wir Heiligenhafen verlassen. Das Ablegemanöver ging flott vonstatten - wir wussten noch wie! Zuerst tuckerten wir ostwärts, der Halbzunge Graswerder entlang. Danach drehten wir ab auf Kurs Nordwest. Da der direkte Kurs Richtung Schlei-Mündung durch ein Schiessgebiet der deutschen Armee führte und heute Übungstag war, mussten wir einen Umweg fahren. Sie sollen nur üben. Unsere und Europa's Sicherheit geht vor. So gegen 09.30 Uhr haben wir das erste Mal Schweinswale (nicht zu verwechseln mit Delfinen) gesehen und dann noch zweimal. Leider sind diese Meeressäuger schwer zu fotografieren, denn sie kommen nur zwei-/dreimal hoch zum Luftholen und dann tauchen sie wieder ab. Eben wie Wale. Schön war es trotzdem. In der Kieler Bucht kreuzten wir einige Fracht- und Fährschiffe. Wir dürfen wieder mit den Grossen mitspielen 😉. Unser Plan war, dass wir in der Schlei-Mündung in Olpenitz festmachen. Aber die Anlage und das neu entstandene Ostsee-Resort hat uns nicht gefallen. Es war ohne Charme und kühl. Folglich ging unsere Fahrt weiter die Schlei rauf bis nach Maasholm. Es war die richtige Entscheidung. Im Yachthafen Maasholm haben wir für uns und die Red Snapper ein schönes Plätzchen gefunden. Und wie es sich gehört, gingen wir kurz darauf zum Hafenmeister, um die Liegeplatz-Gebühr zu bezahlen. Danach folgte eine kleine Erkundungstour durch Maasholm, welches ein schmuckes und gepflegtes Dorf mit Charme ist. Bevor wir zurück zum Schiff spazierten, kauften wir uns etwas Backfisch mit Knoblauch-Sauce. Das passte tiptop zum Manöver-Schluck, welcher etwas verspätet ausfiel. 

Samstag, 25.05.2024 Maasholm nach Schleswig

Start 08.55 Uhr / Ankunft 13.30 Uhr / 24 Seemeilen

Die Fahrt ging weiter die Schlei rauf mit Ziel Schleswig. Auf der Route mussten wir zuerst eine Strassenbrücke passieren (Öffnungszeiten jeweils 15 Minuten vor der vollen Stunde) und dann eine Eisenbahn-Brücke (Öffnungszeiten 10.45/11.45/14.45/16.45 Uhr gemäss Seekarte vom 2023). Die Strassenbrücke bei Kappeln passierten wir um 09.30 Uhr wie geplant. Danach schipperten wir mit ca. 6.6 Knoten (ca. 12 kmh) weiter Richtung Lindau, wo die Eisenbahn-Brücke Lindaunis auf uns wartete. Die 70 Minuten sollten genau reichen, um für die Öffnung um 10.45 Uhr vor der Brücke zu stehen. Es hat gereicht, nur dass sich wegen dem Umbau der Brücke die Öffnungszeiten geändert haben. Sie sind nun von 10.30 - 17.30 Uhr jede Stunde. Pech gehabt. Aber kurz vor der Brücke hatte es einen kleinen Hafen, wo wir die 45 Minuten abhängen konnten. Um 11.30 Uhr war es dann so weit und wir passierten auch diese Brücke. Nun ging es weiter auf der Schlei Richtung Schleswig. Es war eine idyllische Fahrt, welche uns sehr gut gefallen hat. Nun liegen wir im Stadthafen Schleswig und geniessen den Nachmittag und Abend hier. Die Schreibende ging während dem Powernap des Kapitäns etwas auf Erkundungstour. Der Dom, welcher direkt hinter dem Hafen liegt, die Fussgängerzone und der Stadtpark Königswiesen sind sehenswert. Bis zum Schloss Gottorf war es mir etwas zu weit. Aber im Grossen und Ganzen bietet Schleswig nicht allzu viel, um länger als eine Nacht hier zu bleiben. Und Sonntags haben die Geschäfte geschlossen, also auch kein Shopping-Programm. Demzufolge geht es morgen wieder die Schlei runter und mal schauen, wo unser nächster Halt ist.

26.05.2024 Schleswig

Liebes Schleswig, du bist sehr schön!!! Gestern habe ich dir unrecht getan und das nur, weil ich vor dem Dom nach links und nicht nach rechts abgebogen bin. Die Altstadt ist wunderschön, viele alte und restaurierte Häuser, alles sehr gepflegt und was fürs Auge und die Kamera. Aber warum sind wir überhaupt noch in Schleswig? Am Morgen war es neblig und es hat geregnet. Da wir Zeit hatten, dachten wir uns, wir bleiben noch eine Nacht. Es ist nämlich auch so, dass die Sanitäranlagen voll top sind. Es gibt also gar nichts zu meckern. Und plötzlich schien auch am Nachmittag die Sonne und so ging es auf die Suche nach  der Altstadt. Und wie am Anfang geschrieben hat sich der verlängerte Aufenthalt gelohnt. Und während des Spaziergangs fanden wir ein schönes Restaurant, das Ringelnatz, wo wir für den Abend einen Tisch reservierten. Auch das hat sich gelohnt. Alles im allem: Schleswig ist eine Reise wert.

27.05.2024 Schleswig nach Flensburg

Start 09.20 Uhr / Ankunft 18.00 Uhr / 63 Seemeilen

Da der Wind-/Wetterbericht für heute gut gemeldet war, haben wir uns spontan entschieden, eine längere Route zu fahren. Eigentlich wollten wir in zwei Etappen nach Flensburg fahren. Aber Dienstag hätten wir Wind und Regen gehabt. Um 11.15 Uhr waren wir vor der Eisenbahnbrücke Lindaunis, welche um 11.30 Uhr öffnete. Um 12.35 Uhr waren wir vor der Autobrücke Kappeln, wo wir auf die Öffnung um 12.45 Uhr warteten. Und wie am Schnürchen ging auch diese Passage flott und wir tuckerten weiter die Schlei runter. Um 13.20 Uhr passierten wir den Leuchtturm auf der Lotseninsel und wir waren wieder in der Ostsee. Übrigens ist die Schlei kein Fluss sondern ein schmaler Meeresarm der Ostsee und besteht grösstenteils aus Brackwasser. Nach der Schlei-Mündung drehten wir für kurze Zeit auf Kurs Nord ab und danach auf Nordwest, Richtung Kalkgrund, welcher wir nördlich des Leuchtfeuers umfahren mussten. Es folgte die Querung der Geltinger-Bucht in die Langballigbank. Weiter passierten wir Brunsnaes-Flak, Rinkenaes-Bugt, dann ums Eck bis vor Flensburg. Zusammengefasst tuckerten wir nach der Geltinger-Bucht durchs Flensburger Fjord, in welchem sich mittig die Ländergrenze Deutschland und Dänemark befindet. Im Stadthafen Flensburg haben wir einen Platz für die Red Snapper gefunden. Nach der Anmeldung beim Hafen-Automaten haben wir spontan im Hafenbistro zwei Pizzas zum Mitnehmen bestellt. Nach der langen Fahrt war uns nicht mehr ums Kochen. Wobei es nicht ganz stimmt: Markus hat uns noch einen grünen Salat gemacht. Etwas Grünzeug musste noch auf den Teller. 

28.05.2024 Flensburg

Heute war quasi Ruhetag, wobei das nicht ganz stimmt. Wir haben Flensburg zu Fuss erkundet, sind durch die Fussgängerzone flaniert und haben Lebensmittel eingekauft. Am Ende des Tages waren ca. 14'000 Schritte auf dem Zähler, was ca. 7'700 Meter waren. Haben wir gut gemacht.

Jetzt geht es weiter auf Etappe 2: Dänemark