25.05.2023 Delfzijl nach Emden
Start 10.30 Uhr / Ankunft 14.15 Uhr / 14 Seemeilen
Vor dem eigentlich Start haben wir noch "schnell" 357 Liter Diesel gebunkert. Dann aber sagten wir Tschüss zu Delfzijl und Holland. Wir fuhren die lange Hafenausfahrt raus und da sind uns vier holländische Armee-Boote begegnet. Generell haben wir das Gefühl, dass viel mehr Küstenwache, Seepolizei, Zoll und Militär präsent ist als im 2018. Vielleicht täuschen wir uns, aber vielleicht hängt es doch mit der Situation im Osten zusammen. Wer weiss? Sobald wir im Emder Fahrwasser waren, hielten wir uns gen Osten bis vor Emden. Dabei fuhren wir an den VW-Werken und den Verlade-Kais für VW's vorbei. Das VW-Werk Emden ist seit 1964 ein Produktionsstandort, damals insbesondere für die Käfer-Produktion. Ab 1977 wurde der VW Passat produziert und 1978 lief der letzte VW Käfer vom Band. Etwas Informatives muss sein ;-). Kurz darauf hat Markus uns bei der Nesserlander-Seeschleuse angemeldet. Aber da wurde uns dann ein Strich durch die Rechnung gemacht. Die Wasserschutzpolizei (Waspo) hat uns per Funk aufgefordert, längsseits bei ihnen festzumachen. Ein Holländer und eine Deutsche kamen dann auf die Red Snapper und haben unsere Ausweise (SRC-Funkbetriebszeugnis, Funk-Konzession, Flaggenschein, Hochsee-Ausweis und beide Pässe) kontrolliert. Alles war in Ordnung und wir durften ablegen. Der Schleusenwärter hat unsere Kontrolle natürlich mitbekommen und auch gesehen, dass wir wieder ablegen. Er funkte uns an und fragte: Hat die Waspo euch gehen lassen? Ironisch natürlich. Auf jeden Fall konnten wir in die Schleuse einfahren. Danach mussten wir vor einer Kombination von Brücken (Auto, Zug, Fussgänger) ca. 50 Minuten warten, bis diese geöffnet wurden. Kam gerade richtig und wir haben uns an der Wartestelle einen Lunch genehmigt. Für's leibliche Wohl muss doch auch gesorgt sein. Um 13.55 Uhr wurden die drei Brücken geöffnet. Und kurz darauf waren wir schon in der Marina Emden. Vor fünf Jahren waren wir auch hier und wollten damals auch den Ems-Jade-Kanal machen. War dann aber nicht möglich, weil eine Brücke bei Aurich repariert werden musste. Dieses Mal sollte es klappen.
26.05.2023 Emden nach Aurich (Ems-Jade-Kanal)
Start 08.00 Uhr / Ankunft 12.00 Uhr / 14 Seemeilen
Heute starten wir mit dem Ems-Jade-Kanal, welcher von Emden bis nach Wilhelmshaven geht. Aufgestanden um 06.30 Uhr, bereitgestanden vor der ersten Brücke um 07.55 Uhr. Alles richtig gemacht, nur dass die Brücke nicht wie angekündigt um 08.00 Uhr bedient wurde. Es gab zwei Möglichkeiten, um auf sich aufmerksam zu machen: 1. 2x Hupen oder 2. Anrufen. Beides hat Markus gemacht und nichts geschah. Ich vermutete dann, dass vielleicht das Telefon erst ab 08.00 Uhr bedient wird. Und so war es dann auch. Dieses Mal hat jemand geantwortet. Nach weiteren 5 Minuten kam "unser" Hafenmeister geradelt und bediente die Brückenöffnung. Um 08.15 Uhr passierten wir dann die Brücke. Es tönt jetzt vielleicht etwas pingelig, aber es ist so, dass die Brücke nur jede volle Stunde bedient wird. Und da wir ja extra früh aufgestanden sind, wollten wir natürlich auch durch. Geschrieben ist geschrieben. Aber alles ist gut. Es folgte nochmals eine Brücke, die auch der Hafenmeister bediente. Das nenn ich mal Frühsport für den Hafenmeister, denn wieder kam er mit dem Velo angeprescht. Nach dieser Brücke folgte dann eine ganz spezielle Schleuse - die Kesselschleuse. Diese Schleuse ist eine Kreuzung von zwei Wasserstrassen, hat vier Schleusenkammern nebst dem Schleusenkessel in der Mitte. Die Schleuse wurde 1886 in Betrieb genommen - ein richtig altes Teil und sehr beeindruckend. Nun fuhren wir immer weiter nach Norden und alle anderen Brücken wurden zügig geöffnet. Bei Rahe kam nochmals eine Schleuse und dann noch ums Eck und wir waren im Aurich Hafen. Auf der Fahrt bis hierher haben wir viel Natur und Weite erlebt. Der Kanal geht auch nicht einfach mehr oder weniger geradeaus. Er windet sich durch die ostfriesische Landschaft und man darf nicht mehr als 4.5 Knoten fahren. Am Nachmittag sind noch in die Stadt spaziert. Es hat eine sehr schöne Fussgängerzone und die Läden sind in altehrwürdigen Häuser. Alles wird gepflegt und unterhalten. Hat uns gut gefallen!
27.05.2023 Aurich nach Wilhelmshaven (Ems-Jade-Kanal)
Start 08.50 Uhr / Ankunft 17.00 Uhr / 29 Seemeilen
Um 08.50 liess uns der Hafenmeister zusammen mit einem Segelboot (natürlich mit gelegtem Mast) durch die erste Brücke, welche direkt nach dem Hafenbecken war. Übrigens auch wir haben den Mast sowie das Bimini (Sonnenverdeck auf dem Dach) gelegt, so dass wir unsere Durchfahrtshöhe auf 3.6m reduzieren konnten. Auf diese Weise konnten wir die nächsten sechs Brücken einfach durchfahren und kamen recht zügig voran. Bei Wiesens hatten wir die erste Schleuse von heute zu passieren. Hier wollte der Schleusenwart unsere Quittung/Passierschein für den Ems-Jade-Kanal sehen. Der Kanal ist nämlich gebührenpflichtig und kostet EUR 36.00. Aber das haben wir gerne bezahlt, der Kanal sowie die alten Brücken und Schleusen müssen auch unterhalten werden und dies auf einer Länge von 73 Kilometern. Der nette Herr hat natürlich zuerst mit mir in ostfriesisch geredet. Wow habe nicht ein Wort verstanden. Das klingt noch fremder als holländisch. Es folgten drei weitere Brücken und dann die nächste Schleuse, die Schleuse Upschört. Nach ca. einem Kilometer folgte die nächste Brücke und die nächste Schleuse, die Schleuse Wiesede. Die Schleusen Nr. 2 und 3 wurden von einem herrlichen älteren Paar bedient. Die Ostfriesen scheinen sehr gesellig und gesprächig zu sein. Die nächste Brücke war die "Alte Wassermühle" und hier war nun eine Pause von einer Stunde angesagt. Die Schleusen- und Brücken-Warte müssen ja auch mal Mittagessen. Aber wir haben es tiptop getroffen. Gleich bei der Schleuse war ein Paddel-Verleih, ein WC-Häuschen und ein Kiosk mit Glacé von einem Bauernhof. Zudem wird die Anlage von zwei Wohnheimen betrieben, was unterstützt werden muss. Pünktlich um 13.30 Uhr wurde die Brücke geöffnet und wir setzten unsere Reise fort. Es folgten etliche weitere Brücken, teils mussten sie geöffnet werden, teils konnten wir unten durch schlüpfen. Vor Wilhelmshaven kamen wir zur Schleuse Mariensiel, und dies war die letzte Schleuse für den heutigen Tag. Bis zu unserem Liegeplatz im Hochsee-Jachtclub Germania (etwas mit dem Wort totgeschlagen) mussten wir nun noch zwei Brücken passieren. Die letzte Brücke, die Deichbrücke, war ganz speziell. Es wird eine neue Brücke gebaut und in der Zwischenzeit hat es ein Provisorium. Der mittlere Teil, ein Ponton, wurde von einem kleinen Arbeitsboot und Steuermann auf die Seite gezogen, wobei eine Seite des Pontons fixiert war.
28.05.2023 Wilhelmshaven
Heute war Ruhetag. Wir haben uns etwas die Füsse vertreten, haben etwas für die Bildung gemacht und sind der Promenade entlang spaziert. Ganz in der Nähe von unserem Liegeplatz, resp. am Südstrand gibt es verschiedene Museen. Unsere Wahl fiel auf das Wattenmeer-Museum. Das Wattenmeer gehört wie viele von euch vielleicht wissen, zum UNESCO-Weltnaturerbe. Das Museum ist sehr interessant gestaltet und vermittelt viel Wissenswertes über die Entstehung des Wattenmeeres, die Lebewesen zu Land, Wasser und Luft sowie über die Gezeiten. Z.B. liegt Wilhelmshaven am Jadebusen. Dieser fällt bei Ebbe fast trocken - kein Durchkommen für die Schifffahrt. Markus hat euch noch ein paar Informationen dazu: Der Tidenhub (Unterschied von Ebbe zu Flut) beträgt ca. 3.8m. Bei jeder Flut strömt ca. 400 Millionen Kubikmeter Wasser in den Jadebusen und entsprechend bei Ebbe wieder raus. Und das ganze spielt sich immer wieder ca. alle 6.5 Stunden ab.
29.05.2023 Wilhelmshaven nach Cuxhaven
Start 07.05 Uhr / Ankunft 16.30 Uhr / 66 Seemeilen
30.05.2023 Cuxhaven (Ruhetag)
Morgens um 06.00 Uhr war Tagwache. Wir hatten eine lange Etappe vor uns. Um ca. 7.00 Uhr haben wir den Liegeplatz verlassen und ca. um 07.15 Uhr standen wir vor der Seeschleuse Wilhelmshaven. Markus hat uns per Funk angemeldet und dann waren wir gerade etwas "geschockt". Der Schleusenwart meinte, dass wir um 08.45 Uhr geschleust werden, aber schon mal Steuerbord (rechte Seite) in der Schleusenkammer festmachen können. Oje, damit hatten wir nicht gerechnet. Also sind wir in die riesengrosse Kammer eingefahren und haben festgemacht. Plötzlich stellten wir aber fest, dass das Binnentor zuging. Grosse Fragezeichen??? in unseren Gesichtern. Schleusen die uns wirklich alleine in dieser Grosskammer. Wir hätten Verständnis gehabt, wenn sie auf weitere Boote gewartet hätten. Aber nein, die Schleusung ging voran und um 07.55 Uhr sind wir in die Nordsee rausgefahren. Kapitän Markus hat sich per Funk herzlich bedankt und der Schleusenwart wünschte uns gute Fahrt. Nun bleibt nicht mehr viel zu sagen. Der Wind hat zugenommen und blies von Nord - übrigens wie schon die letzten drei Wochen! Die Wellen wurden grösser und wir stampften resp. die Red Snapper mutig und eigentlich auch sicher durch die Wellentäler. Irgendwann mussten wir den Kurs aber korrigieren. Geplant wäre ein Kurs von 35° gewesen, aber das hätte nicht grossen Spass gemacht. Also sind wir 20° gefahren und unser neues Spielzeug, den RotorSwing (Rollstabilisator), hat uns gute Dienste erwiesen. Die Schreibende möchte sich nicht vorstellen, wie es gewesen wäre ohne. Wobei wir dann ganz andere Kurse fahren hätten müssen und viel länger den Husarenritt mitgemacht hätten. Auf jeden Fall waren wir beide froh, als wir in Cuxhaven eingelaufen sind und die Red Snapper festvertäut war. Vielleicht schaut der eine oder andere auf der Karte nach, wo Wilhelmshaven und Cuxhaven liegt. Luftlinienmässig könnte man meinen, dass das doch gar kein Problem ist und warum hat es so lange gedauert. Aber wir waren im Wattenmeer und da kann man nicht einfach durchfahren, wo man will. Viele Untiefen und Sandbänke lassen grüssen und die Gezeiten müssen auch berücksichtigt werden. Also muss man Umwege fahren.
Am Dienstag hatten wir beide keine Lust, weiterzufahren. Erholung war angesagt und Einkäufe mussten auch getan werden. Und heute war auch ein trüber Tag und schon wieder Nordwind, nicht stark aber kalt.
31.05.2023 Cuxhaven nach Rendsburg/Borgstedt
Start 09.00 Uhr / Ankunft 16.00 Uhr / 61 Seemeilen
Der Start des Nord-/Ostsee-Kanals (NOK) stand auf dem Programm, welcher von Brunnsbüttel bis Kiel-Holtenau geht. Wir fuhren aus dem Hafen und waren schon auf der Elbe, welcher wir bergwärts bis vor die Schleuse Brunnsbüttel folgten. Zur Info: Wären wir weitergefahren, wären wir ca. nach 100 Kilometern in Hamburg angekommen. Unser Timing hat super geklappt. Wir mussten nur kurz im Warteraum für Sportboote bleiben und schon wurden wir angefunkt, dass wir reinfahren können. Um 10.45 Uhr sind wir in die Schleuse eingefahren und 11.05 Uhr wieder raus. Kurze schmerzlose Sache :-). Ab jetzt war die Devise: einfach weiter dem NOK folgen und sich nicht mit den grossen Frachtschiffen anlegen. Dieser Kampf würden wir verlieren. In einem kleinen Hafen bei Rendsburg/Borgstedt haben wir für eine Nacht festgemacht. Noch ein Abendessen zubereitet, abgewaschen, etwas gelesen und ab ins Heiabettchen.
Letztes Foto: Aussicht von unserem Liegeplatz um ca. 22.00 Uhr. Die Grossen müssen noch fahren.
01.06.2023 Rendsburg/Borgstedt nach Laboe/Kieler Bucht
Start 09.10 Uhr / Ankunft 12.30 Uhr / 24 Seemeilen
Heute ging es weiter auf dem Nord-/Ostsee-Kanal (NOK). Einfach nur dem Kanal folgen bis vor die Tore von Kiel-Holtenau. Vor der Schleuse mussten wir noch kurz am Zahlstellen-Steg festmachen. Für die Befahrung des NOK muss eine Gebühr von EUR 18.00 bezahlt werden. Und bereits beim Zahlautomaten wurden wir über Lautsprecher über die Schleusung informiert. Wir konnten direkt in die Südschleuse und vorbei an den zwei Frachtschiffen ganz nach vorne fahren. Es war wie in Brunnsbüttel eine einfache Schleusung. Die Red Snapper haben wir am Schwimmsteg festgemacht und den Schleusenvorgang über uns ergehen lassen. Um 11.50 Uhr sind wir aus der Schleuse rausgefahren und in die Ostsee rein. Wieder ein gutes Stück vorwärts gekommen auf unserer Etappe. Nun liegen wir bei Laboe in der Baltic Bay Marina. Noch etwas Unterricht: Ostsee heisst auf englisch "baltic sea".
02.06.2023 Laboe/Kieler Bucht - Ruhetag
Wir haben es heute ruhig angehen lassen. Stimmt eigentlich nicht ganz. Zuerst sind wir mit unseren Falt-Mini-Velos etwas den Hügel hochgeradelt, weil wir unbedingt den Kühlschrank füllen mussten. Dort hatte es einen Edeka Alpen, der uns alle Wünsche und Bedürfnisse erfüllt hat. Nachdem wir die Einkäufe im Schiff verstaut hatten, sind wir wieder los pedaliert. Kurz nach dem Hafen fing ein schöner Radweg an, der uns bis nach Heikendorf der Küste entlang führte. Dort beim Strand haben wir die Velos parkiert und sind zu Fuss weiter. Auf dem Weg nach Möltenort kamen wir beim U-Boot Ehrenmal vorbei. Das Ehrenmal gedenkt den auf See gebliebenen U-Bootfahrer der Deutschen Marinen aus dem 1. und 2. Weltkrieg. Unter anderem gibt es auch zwei Weltkarten (von jedem Weltkrieg eine), auf welchen man die Positionen der U-Boot-Verluste sieht. Das Ehrenmal soll auch eine Mahnung gegen Krieg und Gewalt sein. Naja... Beide Ortschaften (Heikendorf und Möltenort) haben viel Charme. Es hat uns sehr gut gefallen. Noch ein paar maritime Servietten eingekauft und wieder zurück zu unserer Red Snapper. Das war's dann auch schon.
03.06.2023 Laboe nach Burgtiefe/Insel Fehmarn
Start 09.05 Uhr / Ankunft 15.40 Uhr / 48 Seemeilen
Während unserem Frühstück hatten wir Gäste. Quallen trieben am Heck ruhig rauf und runter, ganz ruhig und gemächlich. Und dann hiess es Motor starten und bei schönstem Wetter haben wir Laboe verlassen. Es ging raus in die Kieler Förde, um die Kolberger Heide Richtung Osten, durchquerten die Hohwachter Bucht in Richtung Heiligenhafen. In Heiligenhafen haben wir dem Hafen "Yachtwerft Heiligenhafen" kurz einen Besuch abgestattet. Wir sind nämlich auf der Suche für einen Winterlagerplatz von Mitte September 2023 bis Mitte Mai 2024. Wenn möglich möchten wir die Red Snapper in der Ostsee überwintern. Per Mail hat Markus eine Anfrage gemacht. Nun wollten wir mal schauen, wie sich die Werft präsentiert. Wäre auf jeden Fall eine Option. Mal schauen. Danach ging's wieder weiter, in den Fehmarnsund, unter der Fehmarnsundsbrücke durch und hinein in den Burgersee. Im Hafen Burgertiefe haben wir festgemacht und geniessen einen schönen Abend mit Sonnenuntergang und OHNE Wind.
04.06.2023 Burgtiefe/Insel Fehmarn
Nach Duschen und Frühstücken haben wir wieder mal die Velos aus dem Lazarette geholt. Unser Ziel war Puttgarden, quer über die Insel. Unterwegs haben wir den gegenüberliegenden Hafen und der kleine Ort Burgstaaken angeschaut. Danach rollten wir durch Burg und immer weiter gegen Norden bis nach Puttgarden. Puttgarden ist ein Fährhafen, von wo aus die Fähren nach Dänemark pendeln. Es wird neu ein Tunnel gebaut, welcher Puttgarden mit dem dänischem Hafen Rodby verbindet. Der Tunnel ist 40m in der Tiefe auf dem Grund und wird 18km lang sein. Es gibt vier Röhren, je zwei für die Bahn und zwei für die Autos - alles auf einer Breite von 40m (einschliesslich dem Technikstollen). Fertiggestellt soll er im 2029 sein. Zurück zu unserem Ausflug: Vom Fährhafen sieht man nicht so viel. Alles in allem haben wir es uns eindrücklicher, interessanter vorgestellt. Nach einer kurzen Stärkung (Dänischer Hotdog) sind wir wieder los geradelt. Wir haben uns für einen anderen Rückweg entschieden, was sich auf jeden Fall gelohnt hat. Der Weg war um einiges länger, aber er führte uns an der Ostküste der Insel entlang. Ein wunderschöner Radweg! Aber am Ende waren wir froh, wieder auf dem Schiff zu sein. Es gab etliche Kilometer mehr als gedacht und das auf unseren Mini-Velos.
05.06.2023 Burgtiefe/Insel Fehmarn nach Warnemünde
Start 09.50 Uhr / Ankunft 15.10 Uhr / 41 Seemeilen
Adieu Insel Fehmarn - Ahoi Warnemünde. Es gibt über die Fahrt nicht viel zu berichten. Der Kapitän Markus hat den Kurs auf 105° eingestellt und das war's. Ca. fünf Stunden sind wir auf diesem Kurs geblieben, bis vor die Tore von Warnemünde. Es war komplett entspannt. Wir mussten nicht einmal einem Schiff ausweichen. Das einzige Unerwartete war, dass wir an fünf Marineschiffe der Deutschen Marine vorbeigefahren sind. Beim Hafenmeister haben wir dann erfahren, dass der Bundeskanzler Herr Olaf Scholz der Marine einen Besuch abgestattet hat. Auch Helikopter der Armee sind über unsere Köpfe hinweg geflogen. Schon als wir auf Warnemünde zufuhren, waren wir sehr über das Erscheinungsbild überrascht. Wir hatten viel mehr Industrie erwartet. Aber es ist sehr schön hier. Es fühlt sich wie in den Ferien an. Ihr wisst schon, was wir meinen. Auf jeden Fall freuen wir uns, morgen den Ort und den Strand zu erkunden. Gute Nacht.
Erstes Foto unten ist vom 05.06.2023 um 05.00 Uhr
06.06.2023 Rostock per Hafenrundfahrt-Schiff, Tram und S-Bahn
Kurz und bündig: Rostock erkunden stand auf dem Plan. Und so war es auch. Um 11.00 Uhr haben wir ein Hafenrundfahrt-Schiff in Warnemünde bestiegen. Mit diesem sind wir den Fluss Warnow hochgetuckert. Im Rostocker Stadthafen sind wir von Bord gegangen und schnurstracks in die Altstadt marschiert. Rostock ist eine wunderschöne Stadt mit vielen gepflegten sehr alten Gebäude. Einfach toll! Für mich stand auch noch etwas Shoppen auf dem Programm, während der Kapitän sich ein Apéro genehmigt hat. Diese Handhabe kennen vermutlich viele Frauen ;-). Danach ging es zuerst mit dem Tram bis zum S-Bahnhof Holbeinplatz und von da mit der S-Bahn bis nach Warnemünde. Dann war für mich nochmals etwas Shoppen in Warnemünde angesagt - ohne etwas zu kaufen! Nach diesem intensiven Tag haben wir uns das Abendessen servieren lassen. Und schon bald war es Zeit, den Sonnenuntergang zu bestaunen. Als wir dann zurück auf dem Schiff waren, musste die "Fotografin" schon wieder runter vom Schiff. Wir stellten fest, dass das Kreuzfahrtschiff der Holland-America-Line ausläuft. Ich habe also die Parade abgenommen, sehr eindrücklich. Und kurz darauf verliess auch das kleinere Kreuzfahrtschiff, die Viking-Line Bergen, den Hafen. Wir hatten also Pole-Position.
Jetzt geht es weiter auf der Etappe 3 Dänemark / Götakanal
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