08.06.2018
Heute morgen haben wir Laboe wieder verlassen und sind Richtung Sonderborg in Dänemark aufgebrochen. Der Weg führte uns aus der Kieler Förde, vorbei an der Eckernförder Bucht, der Küste hoch und vorbei an der Geltinger Bucht und hinein in die Sonderborg Bucht. Natürlich durfte dann auch das Hissen der Gastland-Flagge Dänemark nicht fehlen. Da sind wir sehr korrekt! Nach 5 Stunden haben wir direkt in der Stadt Sonderborg am Quai festgemacht. Das Bild hat sich gegenüber Deutschland sehr verändert. Man fühlt sich fast wie im Süden. Überall hat es Strassencafés und Restaurants und die Leute flanieren dem Quai entlang. Nur etwa 300 m vom Liegeplatz entfernt beginnt die Fussgängerzone mit allerlei Läden. Es gab sogar ein Open-Air-Konzert. Eine 4-Mann-Band spielte verschiedene Hits. Das war natürlich etwas für Markus. Eigentlich hat es kurz mal nach einem Gewitter ausgesehen, aber das hat sich verzogen. Und so geniessen wir nun die Abendstimmung mit Sonne.
Und übrigens wir haben Gäste. Es schwimmen immer wieder Quallen an uns vorbei.
09.06.2018
Unsere Reise geht weiter und wir haben Sonderborg verlassen. Wir fuhren durch den Als Sund, vorbei am Augustenborg Fjord, durch's Als Fjord und vorbei am Abenra Fjord Richtung Insel Barso. Nun waren wir im Kleinen Belt. Danach ging's durch den Aro Sund (zwischen Festland und Insel Aro), wo wir Richtung Insel Brandso gehalten haben. Diese haben wir auch östlich passiert und weiter ging's durch die Bredningen Bucht auf die Insel Faeno zu. Danach folgte der Faeno Sund und schon bald liefen wir in Middelfart ein. Es war eine sehr schöne Reise durch eine schöne Landschaft und mit schönen alten Häuser an den Ufern. Eigentlich war man auf der Ostsee, aber es hat sich mehr nach einer Seenlandschaft angefühlt. In Middelfart haben wir kleine Einkäufe getätigt. Und da die meisten Läden schon geschlossen hatten, entschieden wir uns, ohne grosse Besichtigung der Stadt zurück auf's Schiff zu gehen. Hat sich als gute Entscheidung herausgestellt. Zuerst hörte man nur Sirenen und dann kamen Feuerwehr- und Polizei-Autos angefahren. Dann kam noch die See-Polizei per Schlauchboot. Na, was war denn da los? Ein grosses Schlauchboot mit grossem Aussenbord-Motor hatte ein grosses Problem. Im Bug hat sich der Festboden vom Luftschlauch gelöst. Wie das passierte, wissen wir nicht. Aber der Treibstofftank ist vorne im Festboden eingelassen und war auch beschädigt. Also alle Mann ran und Ölsperren einrichten, Rest-Treibstoff absaugen, Boot per Autokran rausholen und verladen, alles zusammen packen und Tschüss. Diese ganze Aktion hat über 3 Stunden gedauert, ca. 8 Fahrzeuge und mehr als 25 Personen waren im Einsatz. In Dänemark sind ca. 28% der Beschäftigten im Öffentlichen Dienst tätig. Da muss man zeigen, was man hat ;-)
10.06.2018
Da wir geplant hatten von Middelfart nach Aarhus in einem Stück zu fahren (51 sm = ca. 94 km / 1 sm ist 1.852 km), sind wir zeitig um 9.00 Uhr losgefahren. Kurz danach fuhren wir unter der Belt-Brücke (siehe Foto links) durch. Und plötzlich sahen wir Delfine springen. Was für ein Anblick. Leider ist es uns aber nicht gelungen, Fotos zu schiessen. Sie waren einfach zu schnell und man wusste nicht, wo sie wieder auftauchen würden. Aber schööön war's! Wir sind an Fredericia vorbeigetuckert und rechts am Vejle Fjord vorbei, immer schön nordwärts. Dann folgte die Passage zwischen dem Festland und der Insel Endelave und weiter nordwärts. Aussen vorbei an der Insel Hov Ron bis in die Bucht von Aarhus. Vor Aarhus mussten wir uns entscheiden, ob wir in den Hafen Marselisborg wollten oder in den Hafen von Aarhus. Wir haben uns für Marselisborg entschieden, weil dieser nach Beschrieb schöner gelegen sei und wir näher an der Ferienresidenz der Königsfamilie gelegen hätten. Wir hätten ja mal für einen Tee vorbeischauen können :-). Leider gab es aber keinen geeigneten Platz, also sind wir wieder rausgefahren und rein in den Hafen Aarhus. Zum Glück hat es das Schicksal so gewollt. Wir haben einen schönen Platz gefunden, man ist Nahe der Stadt und rundherum entsteht ein grosses Wohnviertel mit interessanten Architekturen. Neben dem Hafen befindet sich auch der grosse Handelshafen mit Containerterminals und der Fährhafen mit Schnellfähren. Der Handelshafen ist der 2. Grösste von Dänemark und auch die Stadt Aarhus ist die 2. Grösste (ca. 250'000 Einwohner). Und dann hatten wir wirklichen Besuch. Ein ehemaliger Arbeitskollege - Christoph Lauper, auch genannt Lupo - ist in Dänemark verheiratet und wohnt ca. 45 Minuten von Aarhus weg. Wir haben ihn angerufen, ob er Zeit hätte, uns zu treffen. Und er kam. Kurz nachdem wir angelegt hatten, stand er schon vor uns. Perfektes Timing. Es gab zuerst etwas zu trinken auf dem Schiff, es wurde über die alten und neuen Zeiten gesprochen und dann gingen wir gemeinsam Abendessen in ein Restaurant in der Stadt. Es hat uns sehr gefreut, dich zu sehen, Lupo! Merci für den Besuch. Für morgen ist das Wetter nicht gut gemeldet und es soll auch stark winden. Folge daraus: wir bleiben 2 Nächte hier und gehen erst am Dienstag weiter.
Ach ja wegen des Wetters, wir mussten zum 1. Mal die Regenjacken beim Anlegemanöver anziehen.
11.06.2018
Wie bereits geschrieben haben wir heute einen Ruhetag in Aarhus eingelegt. Wir haben ganz gemütlich gebruncht und dann gab es für eine Person ein Power Napchen und für die andere Sudoku. Und dann ging's los in die Stadt. Aarhus hat uns sehr gut gefallen. Die Shopping-Möglichkeiten sind riesig. Das Zentrum ist im Gegensatz zum Hafenquartier alte Architektur mit vielen schönen Gebäuden. Dazu hat es sehr viele Bistros, Cafés, Restaurants und natürlich fehlte keine der Food-Ketten. Also um das Zentrum und jede Gasse zu erkunden, müssten wir noch Tage anhängen. Aber wir sind ja nicht zum Shoppen da, oder?!
Zum Glück hatten wir entschieden, einen Ruhetag einzulegen. Das Wetter, vor allem der Wind, hätte nicht mitgespielt. Es windet sehr stark - keine guten Bedingungen für den Matrosen und Smutje :-)
Hier noch einige Bilder rund um den Hafen von Aarhus. Ein komplett neues Wohnviertel entsteht.
12.06.2018
Sodeli, wir sind wieder seit 10.30 Uhr auf Sea. Ausgangs Hafen passierten wir ein Segelleistungszentrum. Heute haben wir die Sport-Katamarane gerade zum Trainingsbeginn auslaufen gesehen. Da waren Boote von allerlei Nationen: Irland, Schweden, Argentinien, Österreich, USA, Neuseeland und natürlich Dänemark. Wir haben sie trainieren lassen und sind unserem Weg gefolgt. Mit Kurs 118° ab Aarhus fahren wir an der Halbinsel Helgenaes vorbei auf den Leuchtturm Sletterhage zu. Dannach geht's ostwärts, an der Landzunge Gasehage/Hassenor vorbei und zwischen dem Festland und der Insel Hjelm hindurch. Es folgt das Hjelm Dyb und nun "nur" noch gen Norden bis Grenaa. Der Hafen von Grenaa ist idyllisch und mit skandinavischem Flair.
Übrigens ist Dänemark sehr modern was die Bezahlung der Hafengebühr anbelangt. Beim Hafenkantor hat es Zahlautomaten, wo alles ausgewählt werden kann, was man braucht. Danach bezahlt man mit Karte oder bar und es druckt eine Quittung mit dem WLAN-Code und einem Code für die Türöffnung zu den Dusch-/WC-Räumen aus. Hier in Grenaa ist es nochmals etwas moderner und es wird zusätzlich eine Karte ausgeworfen, mit welcher man in die Duschen kommt und die Duschen starten kann. Mancherorts muss nämlich für das Warm-Duschen bezahlt werden. Und dann wird auch noch eine Etikette ausgedruckt, welche am Schiff sichtbar festgemacht werden muss oder man klebt die Quittung an ein Fenster. So kann der Hafenmeister kontrollieren, ob alles Rechtens ist.
13.06.2018
Nachdem wir gestern Nachmittag noch entdeckt haben, was Grenaa zu bieten hat, haben wir uns kurzerhand entschieden, einen Tag länger zu bleiben. So sind wir ins Kattegatcentret (wird so geschrieben) gegangen und haben uns in die Welt der Meeresbewohner entführen lassen. Es war sehr interessant - klein aber fein. Danach sind wir ins Zentrum von Grenaa geradelt und haben etwas Shopping gemacht. Eigentlich suche ich für mich noch schöne braune Ledersandalen und einen Sommer-Freizeitschuh. Aber anscheinend bin ich sehr wählerisch. Bi der Sandale habe ich einen Schuh vor Augen, welcher in einem Schweden-Krimi vorkam. Zu dumm auch. Aber witzig ist, dass Markus eigentlich nicht auf Schuh-Suche ist/war, aber schon 3 Paare gekauft hat. Da sagt man doch immer, wir Frauen shoppen gern ;-)
Zurück auf dem Schiff war etwas Ruhe angesagt und dann noch ab in die Dünen. Und liebe Daheimgebliebene, es tut uns schon leid, wie ihr unter dem Wetter leiden müsst. Damit ihr etwas aufgemuntert werdet, unten ein paar schöne Aufnahmen von und um Grenaa und natürlich vom Kattegatcentret.
Luca + Eli, we saw some fishes like on Heron Island. And they had also a special corner where they gave some informations about the sharks. Do you remember the performance of the woman in the center. Big hugxxx
14.06.2018
Ach du meine Güte, wir haben das Wetter zu fest gerühmt. Heute hatten wir immer starken Wind bis sehr stark. Und nun am Abend auch Regen. Aber die Natur braucht es, also schicken wir uns ins Schicksal.
Aber mal von Anfang an: Wir haben um 9.00 Grenaa verlassen und sind durch die Gjerrild Bugt gefahren, vorbei am Leuchtturm Gjerrild und hinein in die Alborg Bugt nach Udbyhoej. Um 13.15 Uhr und nach 31 sm haben wir die Maschine gestoppt - der Matrose durfte das ausführen ;-).
Aber nochmals zum Anfang zurück: Eigentlich wäre geplant gewesen, nach Hals zu fahren. Aber der Wind wurde immer stärker im Verlauf der Etappe und somit haben sich natürlich die Wellen mehr aufgebaut. Als wir dann noch den Kurs auf Nord halten sollten, kamen die Wellen voll seitlich und das Schiff hat stark gerollt. Es war sehr ungemütlich und die Reise hätte noch etwa 3 Stunden gedauert. Zum Glück gibt es überall Häfen und so haben wir den bestgelegenen Hafen gewählt und das war Udbyhoej im Randers Fjord. Seit wir festgemacht haben, wurde der Wind nur noch stärker, manchmal mit stürmischen Böen von 8 Beaufort = über 70 km/h. Wir liegen hier glücklich und sicher und haben bei diesem Wetter ein Raclette verspeist. Morgen hoffen wir, die Reise nach Hals fortzusetzen.
15.06.2018
Foto links: Sauna-Häuschen im Hafen von Udbyhoej
Bei fast schönem Wetter und eindeutig weniger Wind haben wir Udbyhoej verlassen und fuhren fast genau Nord weiter durch die Aalborg Bugt Richtung Hals. Bei Hals führte uns der Weg weiter ins Limfjorden nach Aalborg. Das Limfjorden ist ein Fjord, welches von der Ostsee in die Nordsee führt oder umgekehrt. Es wäre sicher interessant, das ganze Fjord einmal zu erforschen/befahren. Aber nicht jetzt. In Aalborg haben wir direkt nach der Eisenbahn-Brücke im Lystbadehavn festgemacht. Wir waren wieder ca. 6,5 Stunden unterwegs und 49 sm weiter auf unserer Reise.
Nach Beschrieb soll Aalborg eine lebendige und interessante Stadt sein (die 4. grösste Stadt von Dänemark). Und deshalb bleiben wir eine Nacht länger und werden die Stadt erkunden.
Vor der Abreise hatte Markus noch eine Service-Aufgabe. Beim elektrischen WC mussten der Wasserfilter und ein Rückschlagventil gesäubert werden. Nun werden die kleinen und grossen Geschäfte wieder flink entsorgt!
16.06.2018
Happy Birthday, lieber Sven. Mein ältestes Gottikind wird schon 22 Jahre alt.
Wir sind in Aalborg geblieben und haben uns noch etwas erholt vor der Überfahrt von Aalborg zur Insel Laeso. Zuerst wollten wir das Maritime Museum anschauen gehen. Aber das ist mehr für Familien ausgelegt. Also sind wir mit dem Bus ins Zentrum von Aalborg gefahren. Leider war uns das Wetter nicht gut gesinnt und es begann zu regnen und ein kühler Wind blies durch die Gassen. So wurde aus dem Sightseeing nur eine kurze Angelegenheit und schon bald sind wir mit dem Bus wieder zurück zum Hafen gefahren. Ein paar Bilder vom Zentrum haben wir aber trotzdem für euch. Und noch eine ganz wichtige Information: Vom Wasser weg führt eine Strasse, an welcher links und rechts Restaurants/Pubs/Bistros/Cafés/Fast Foods/etc. aneinander gereiht ist. Da könnte geschlemmert werden. Eine richtige Fressmeile ;-) !
17.06.2018
Wir sind das Limfjorden wieder rausgefahren und an Hals vorbei. Unsere Reise führte uns auf die Insel Laeso, der letzte Halt vor der Überfahrt nach Schweden. Früh um 8.00 Uhr haben wir die Maschine gestartet und haben um 08.15 die Eisenbahnbrücke passiert, welche für uns geöffnet wurde. Der Wind war "angenehm" und wir sind immer weiter auf die Ostsee rausgefahren. Schon lange haben wir über dem Festland den Wetterwechsel beobachtet. Aber wir dachten, dass wir immer schön vorab bleiben könnten. Weit gefehlt - das Wetter hat uns eingeholt und der Wind hat zugenommen und eine Regenfront fegte über uns weg. Das Gute: Das Schiff wurde gewaschen! Sobald der Spuk vorbei war, wurde der Wind wieder angenehmer und bedingt durch einen kleinen Kurswechsel waren auch die Wellen besser zu ertragen. So oder so, wir kamen der Insel Laeso immer näher. Um 14.30 Uhr hatten wir das Boot im Vestero Havn fest vertäut. Wow, das ist mal ein Hafen. Man fährt rein und hat das Gefühl in einer anderen Welt gelandet zu sein. Es ist einfach wunderschön und gemäss der Insel-Broschüre wird hier viel geboten. Auch die Infrastruktur des Hafens lässt keine Wünsche offen. Es gibt sogar ein Office mit 2 PC's und einem Drucker. Das hatten wir bis jetzt noch nicht. Teils wetterbedingt aber auch teils wegen der Insel bleiben wir voraussichtlich 3 Nächte hier.
Die Insel Laeso wird von Fähren angelaufen - die letzte kam gestern um ca. 22.00 Uhr rein - und im Sommer von vielen Freizeit-Seglern. Laeso ist auch sehr bekannt für sein Insel Salz. Wir werden auf jeden Fall ein Säckchen kaufen.
Abendstimmung in Vestero/Insel Laeso
18.06.2018
Der heutige Tag begann so:
Ach ja und wenn sich nun jemand fragt, was denn der weibliche Teil der Crew machte: Maschinen füllen und natürlich die Fotos! ;-)
Den Rest des Tages haben wir mit einer schöner Wanderung durch die Dünen und Wälder und einem sehr feinen Abendessen im Restaurant Havnebakken verbracht. Die Vegetation auf der Insel ist sehr unterschiedlich. Da geht man am Strand entlang mit feinstem, weissem Sand und vielen Muscheln und Seegras, dann geht's in die Dünen mit der kargen Vegetation. Danach folgt ein Gürtel wie in der Lüneburger Heide und wenn man noch mehr landeinwärts geht, trifft man auf Mischwälder mit vielen Eichen- und Birkenbäumen, Föhren, Lerchen, Tannen, Farne, etc. Und anscheinend sollen auch Pilzsammler zur rechten Zeit auf ihre Kosten kommen.
Und das Abendessen war wirklich sehr fein. Bis jetzt hat uns die dänische Küche überhaupt nicht überzeugt - viel Hamburger und Brote in verschiedenen Variationen. Wir sind glücklich, dass wir doch noch eines Besseren belehrt wurden.
19.06.2018
Heute war ein sehr windiger Tag. An eine Weiterfahrt musste man keinen einzigen Gedanken verschwenden. Alle Boote, die bereits im Hafen lagen, blieben und nur ein mutiger Neugast kam am Nachmittag eingelaufen. Es ist sogar so, dass es uns auch fest vertäut, hin und her, auf und ab schaukelt. Man könnte fast seekrank im Hafen werden.
Wir sind mit den Velos in die Insel-Hauptstadt Byrum gefahren. Kurz vor der Ortschaft bogen wir rechts ab und sind der Strasse zur Laeso Saltsyderi (Salzsiederei/-Gewinnung) gefolgt. Die Salzgewinnung spielte bereits im Mittelalter eine wichtige Rolle. Das Salzwasser kommt nicht etwa vom Meer sondern vom Grundwasser. Das kleine Unternehmen produziert das Salz so wie in den alten Zeiten. Wir sind nun auch stolze Besitzer von Laeso Salz! Danach ging es in die Ortschaft, welche nicht wirklich interessant ist. Irgendwie auch etwas verschlafen. Und wie bereits erwähnt windet es kräftig. Was heisst das wohl für uns Radler -> Gegenwind, Seitenwind, einfach von überall her.
20.06.2018
Wir sind immer noch auf der Insel Laeso. Sie will uns nicht gehen lassen. Das Wetter lässt es nicht zu, dass wir unsere Reise fortsetzen.
Gestern (20.06.2018) hat es fast nur geregnet und stark gewindet. Ehrlich, wir schaukeln im Hafen hin und her, wie wenn wir auf See wären. Es gab einen richtigen Faulenzertag in den Trainerhosen und wir haben uns eine DVD angeschaut. Zum Abendessen sind wir in die Hafen-Pizzeria gegangen. Das war vielleicht lustig. Die "Pizzeria" ist vermutlich nur für Schönwetter-Abendessen ausgelegt - sie hat erst ab 17.00 Uhr offen. Die eigentlichen Sitzplätze sind draussen auf der Terrasse im ersten Stock mit Sicht auf's Meer. Und die Pizzaiolos sind Iraner. Zuerst dachten sie vermutlich, dass wir eine Pizza mitnehmen möchten. Wir wollten aber dort essen und so haben wir uns im Küchen-/Wohn-/Speise-/ TV-Raum (Fussball WM lässt grüssen) an einen Tisch am Fenster gesetzt. Das Trinken konnte man sich selber aus einem Kühlschrank nehmen. Auf Anfrage haben sie uns aber sogar einen schönen Vorspeise-Salatteller gemacht. Das findet man in Dänemark nicht auf den Speisekarten - komisch. Und auch die Pizzas waren wirklich gut und knusprig. Den Kaffee haben wir dann aber doch auf dem Schiff getrunken.
21,06.2018
Happy Birthday Christoph! Markus sagt nur: Willkommen im Club!
Heute war Wellness- und Fitness-Tag angesagt. Ich habe mich zu einer 50-minütigen Massage angemeldet und ging vorher noch in den Spa-Bereich. Und Markus ging ins Fitness. Spa und Fitness ist in der umfunktionierten Kirche untergebracht, direkt hinter den Dünen. Die Massage war so was von wohltuend. Aber auch der Spa-Bereich ist sehr schön gemacht - klein aber fein. All die verschiedenen Bäder sind mit Salzwasser gefüllt und in unterschiedlichen Wasser-Temperaturen gehalten. Draussen haben sie eine schöne Terrasse mit Meerblick, Liegestühlen und natürlich ein Outdoor-Whirlpool. Und zur Feier des Tages habe ich endlich meine Sandalen gefunden :-). Nicht ganz wie vorgestellt, aber doch sehr schön.
Wir wissen noch nicht, ob wir morgen wirklich von der Insel wegkommen. Mal schauen.
22.06.2018
Foto links: Morgens um 02.45 Uhr in Vestero
Sodeli, wir sind heute eine Etappe weiter gefahren. Nicht wirklich viel auf einer Landkarte, denn es ging vom Hafen Vestero in den Hafen Osterby, welcher auch auf der Insel Laeso ist. Luftlinienmässig eigentlich nicht viel, aber da genau zwischen diesen 2 Häfen eine Untiefe ist, die bis 7 sm in die Ostsee reicht, mussten wir einen ziemlich langen Umweg fahren. Und umso weiter wir hinausgefahren sind, umso mehr hat es geschaukelt (siehe Video). Aber wir sind gut angekommen und wir waren sofort von diesem Hafen begeistert und fast 3 Stunden näher an Schweden. Nach unserem Revierführer wird Osterby nicht als interessant beschrieben. Wir haben es aber genau anders herum kennengelernt. Der Hafen ist viel natürlicher und vor allem sehr gut gegen alle Windrichtungen geschützt. Auf jeden Fall haben wir uns riesig auf die Nachtruhe gefreut, ohne Wellen und Geräusche von den Stegen.
23.06.2018
Heute ging es wieder mit den Velos los. Wir haben die Ostseite der Insel abgefahren. Die Landschaft ist einfach eindrücklich. Als erstes sind wir an eine Aussichtspunkt gefahren, welcher der nördlichste Punkt der Insel ist. Dabei kamen wir an traditionellen alten Häusern vorbei, die mit Seegras bedeckt sind. Als wir Fotos machten, kam die Besitzerin angeradelt und hat uns gefragt, ob wir uns das Haus anschauen möchten. Natürlich wollten wir. Sie hat uns viele zusätzliche Informationen über diese Häuser gegeben. Es gibt z.B. einen Fonds der Regierung, der die Besitzer unterstützt, damit sie die Renovationen getreu ausführen. Die Häuser stehen unter Denkmalschutz. Unsere Reise ging weiter an der Südküste entlang bis nach Bangsbo, wo wir die Glaspusteri (Glasbläserei) besichtigt haben. Es hatte sehr schöne Stücke. Leider war gerade Mittagspause und wir konnten dem Glasbläser nicht zusehen. Schade. Weiter ging's dann quer durch die Insel wieder an die Nordküste, dann vorbei am Golfplatz und zurück zum Schiff. Also für unsere Fitness haben wir schön gestrampelt - ca. 25 km waren es bestimmt. Eigentlich wollten noch in die Ostsee baden gehen, aber dann hat uns die Bequemlichkeit eingeholt. Hmm
Übrigens hat es in diesem Hafen sehr viele schwedische Schiffe. Die Insel ist ja auch nicht so weit weg von Schweden.
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