15.05.2015
Wir verlassen Raamsdonksveer und gehen in Drimmelen den Fäkalientank leeren und Wasser bunkern. Und dann geht's endlich auf die erste lange Fahrt. Über die Amer fahren wir bis Hollands Diep und biegen rechts ab in die Dordtse Kil. Dordrecht lassen wir rechts liegen und fahren in die Noord ein. Bei Ridderkerk/Krimpen ad Ijssel, Eingangs Rotterdam, biegen wir rechts ab in die Hollandse Ijssel, welcher wir bis Gouda folgen. Eigentlich wollten wir in Gouda übernachten. Aber der erste Hafen hat uns gar nicht gefallen und bei einer Brücke, welche wir passieren mussten um den anderen Hafen zu erreichen, hätten wir 45 Minuten warten müssen. Also ging unsere Bootsfahrt weiter. So fuhren wir die Gouwe Richtung Norden bis Alphen ad Rijn. Während dieser Fahrt kamen wir durch die Ortschaft Boskoop. Ein sehr schöner Ort mit vielen Restaurants/Bars direkt am Wasser . Etwas ausserhalb von Alphen ad Rijn haben wir an einem Festmachplatz direkt am Kanal angelegt, welcher 2x 24Std. frei zu benutzen ist. Zwar ohne Infrastruktur, dafür aber ruhig und es hatte ein Restaurant 50m entfernt. Da es bereits 20.00 Uhr war, entschieden wir uns, dieses angeschriebene Haus zu besuchen. Und es hat sich gelohnt. Wir haben sehr gut gespeist und auch das Ambiente mit Sicht auf den Kanal war sehr schön. Müde und satt fallen wir um 22h00 in die Kojen und schlafen fest bis um 08h00.
16.05.2018
Heute fuhren wir von Alphen ad Rijn weiter. Die Oude Rijn westwärts führte uns durch Koudekerk und Hazerswoude a/d Rijn. In Leiden sind wir rechts in den Nieuwe Vaart of Rijn-Schiekanaal eingebogen. Dieser führte uns über offene Felder, zwischen Wohnhäuser durch und mündete dann in den 't Joppe. Weiter ging's durch das Klagerplassen, in die Norremeer, den Dieperpoel und dann in den Ringvaart-Kanal bis hoch nach Haarlem. Eingangs Haarlem haben wir die Durchfahrtsmaut von EUR 10.15 bezahlt. Das Durchfahren war jedoch nicht ganz so einfach. Von 16.00 - 18.00 Uhr werden keine Brücken gehoben/bedient und danach ist es auch nicht ganz einfach. Zwischen zwei Brücken musste der Brückenwart mit dem Fahrrad zur nächsten wechseln. Aber egal, wir hatten Zeit und alles hat schlussendlich geklappt. Nach 7 Stunden Reisezeit sind wir im Haarlemsche Yachtclub angekommen und wurden sehr freundlich in einen Platz eingewiesen. Der Hafen liegt etwas ausserhalb von Haarlem, aber ist sehr idyllisch im Mooie Nel gelegen. Hier bleiben wir für zwei Nächte und morgen ist Sightseeing in Haarlem angesagt.
Ein paar Fotos von Hausbooten in Haarlem
17.05.2018
Heute haben wir mit unseren neuen Faltvelos Haarlem erkundet. Vom Hafen ging's mit dem Wind ca. 7 km ins Zentrum von Haarlem, wo wir wie alle Holländer unsere Velos abgestellt und angekettet haben. Haarlem ist eine sehr schöne Stadt mit einer imposanten Kirche, die St. Bavokirche, dem Grote Markt und vielen Gassen mit Hunderten von Shops. Wer soll denn das alles kaufen? Am Grote Markt haben wir im Grand Café Brinkmann (seit 1879 ein Begriff ) feine belegte Brote gegessen und die Sonne genossen. Danach ging's weiter mit der Erkundungstour. Und natürlich hat auf dem Heimweg der Wind uns voll ins Gesicht geblasen - Strampel Strampel!
Eigentlich war mal geplant gewesen, in Amsterdam festzumachen. Aber im Winter hat Markus mit einem Holländer auf dem Mittelallalin-Bügellift über unsere Reise gesprochen. Dieser nette Herr meinte, wir sollten Haarlem besuchen. Die Stadt sei genau so schön, aber nicht so extrem mit Touristen überlaufen. Und er hatte recht! Ahoi Haarlem, Tschüss Amsterdam.
Holländische Fahrrad-Kunst
Und unser erster Waschtag haben wir auch hinter uns :-)
18.05.2018
Heute ging die Fahrt weiter. Um Mittag haben wir in Haarlem abgelegt und sind dem Zijkanaal gefolgt bis wir in den Noordzeekanaal gemündet sind. Der Weg führte uns weiter nach und durch Amsterdam. Der Noordzeekanaal ist ein wichtiger Wassertransportweg, welcher bei Ijmuiden in die Nordsee fliesst. Nachdem wir die Oranjesluiz passiert haben, sind wir in das Markermeer geschippert. Nun folgten wir der Küste hoch bis nach Hoorn. Nach 36 Seemeilen und 5 Stunden Fahrzeit sind wir in Hoorn eingelaufen und haben im Vluchthafen Platz gefunden. Wir bleiben wiederum für zwei Nächte hier.
Warum heisst das Kap Hoorn so? Wer weiss das? Hier die Lösung: Der Seefahrer Willem Schouten ist als Erster um die Südspitze Südamerikas gesegelt und das Kap bekam den Namen nach seinem Heimathafen, eben Hoorn.
Durchfahrt durch Amsterdam
Fahrt über's Markermeer und Einfahrt in Hoorn
19.05.2018
Auch dieser Hafen ist sehr ruhig gelegen und die Infrastruktur tiptop. Gleich neben dem Hafen liegt die Schiffstankstelle und ein Laden mit allem was Schiff und der Kapitän begehrt. Dieser Shop ist in einem alten Schiff untergebracht. Das Feeling war fast wie in einem Trödelmarkt, aber mit neuen Waren (siehe Fotos 8 - 10). Zu Fuss erreicht man das Zentrum ganz leicht. Wir hatten sogar Glück und es war Markt mit allem Drum und Dran. Das Nötigste haben wir auch eingekauft: Erd-, Him- und Heidelbeeren, Kiwis, Mango, Olivenbrot, Wasserschaber, Vorhängeschloss, Haarspängeli, Zahnseide :-)
Wieder zurück auf dem Schiff kam die Hausarbeit - Bootarbeit - dran: Bettwäsche und Frottéetücher waschen und tumblern, Nachtessen vorbereiten und verspeisen. Und dann den Abend geniessen und ausklingen lassen bei einem guten Tässchen Kaffee!
20.05.2018
Am späten Morgen haben wir Hoorn verlassen und fuhren das Markermeer hoch bis Enkhuizen, wo wir die Naviduct Sluiz passierten. Diese Schleuse führt ins Ijsselmeer und ist sehr eindrücklich. Die Autos, welche über den Houtribdijk (Deich welcher das Marker- vom Ijsselmeer trennt) fahren, durchqueren die Schleuse unten durch, also durch einen Wassertunnel. Danach schipperten wir nordöstlich nach Lemmer und haben im Hafen Friese Hoek einen Platz zugewiesen bekommen. Nach der Anmeldung/Registrierung beim Hafenmeister gab es den wohlverdienten Manöver-Schluck in der Skipper-Lounge. Um noch etwas die Füsse zu vertreten, sind wir in die Ortschaft spaziert. Wegen des Pfingstwochenendes war auf dem Wasser und an Land ein emsiges Treiben, fast wie an der Côte d'Azur. Wir liessen uns mitreissen und entschieden kurzfristig, an der Zijlroede in einem Steakhouse zu essen. Als Belohnung für die gelungene Navigation haben wir uns ein Glacé gegönnt. Dank der Quittung vom Restaurant wissen wir jetzt auch wo wir sind ;-)
Navigation ist, wenn man trotzdem ankommt!
Schleuse Naviduct
Ijsselmeer / Abendstimmung vom Liegeplatz in Lemmer
21.05.2018
Heute war ein Ruhetag angesagt. Wir sind nochmals ins Dorf gegangen und haben "glädelet". Es hat sehr viele schöne Shops, sogar der Souvernier-Laden hat nicht Ramsch! Nach einem Kaffee sind wir zum Strand spaziert. Wirklich es ist ein Strand und die Leute haben sogar gebadet - richtiges Beach-Feeling! Unsere Füsse durften für dieses Jahr das erste Mal im Sand scharren und im Wasser planschen. Anfangs fühlte sich das Wasser frisch an, aber mit der Zeit wurde es angenehm "warm". Im Beach-Club liessen wir die Stimmung auf uns wirken und genossen dazu ein frisches Glas Bier. Im Sommer ist vermutlich Lemmer sehr überlaufen - eine Reise aber wert.
Und liebe Böötler: Im Ijsselmeer bei Lemmer haben wir die neue Marin-Bucht entdeckt. Sie schützt auch bei Nord- und Ostwind.
22.05.2018
Heute haben wir Lemmer verlassen und fahren alles Richtung Norden. Das Ziel ist Grou, mitten in Friesland. Zuerst fuhren wir durch Lemmer und haben die Sicht vom Wasser auf Shops und Restaurants/Bars genossen. Danach ging's in den Prinses Margriet-Kanaal. Die Reise führte uns durch das Koevordermeer, das Sneekermeer (richtig erraten, Ruth) und das Pikmar. Angelegt haben wir im Hellingshaven. Ein kleiner Hafen, der zum Gemeindehafen gehört, aber etwas näher beim Zentrum ist. Und man staune: es hat noch 3 weitere Schiffe mit Schweizern (teils Charter, teils Eigenboot). Grou ist eine kleine Ortschaft mit einem herzigen Zentrum und einer unter den Böötlern bekannten Werft: Pikmeerkruiser (gell Pesche und Eveline). Morgen geht's weiter nach Groningen. Gute Nacht!
23.05.2018
Wie angekündigt haben wir heute Morgen Grou verlassen und sind weiter Ostnordost geschippert. Die Wasserreise führte uns weiter auf dem Prinses Margriet-Kanaal über
- Burgum durch das Burgumer Mar
- Stroobos
- Zuidhorn
- Aduard
nach Groningen. Im Jachthaven Reitdiep wurde unsere Red Snapper gut vertäut. Dieser Hafen ist noch nicht sehr alt und absolut interessant. Nur schon in die Einfahrt in den Hafen ist speziell: Ein kleiner Kanal führt vom Rietdiep-Kanal rechts ab und kurz vor der effektiven Hafeneinfahrt mussten wir nochmals stoppen, damit eine Brücke gehoben werden konnte. Um 3/4 des Hafenbeckens sind farbige skandinavische Häuser gebaut. Der Havenkantoor ist in einem länglichen Gebäude untergebracht, wo auch die sanitären Anlagen, ein Fietsenwinkel (Velo-Shop :-) ), Restaurants, Jumbo (hier in Holland ein Lebensmittelladen), Coiffeur, Beauty-Salon, Blumenladen, etc. sind. Der Hafenmeister ist eine SIE und ganz freundlich. Markus hat gemeint, es würde nicht schaden, wenn es vielleicht am Neuenburger-See auch eine SIE gäbe. Morgen gehen wir Groningen erkunden.
Was ist hier falsch? Schiffe, die grasen!
24.05.2018
Vorab herzliche Gratulation an Eli in Singapur zum 8. Geburtstag (Susi's Neffe) und an Ruth in Stadel (Alter wird nicht verraten ;-) ).
Heute hat der Frühling auf der Red Snapper Einzug gehalten. Und was stand auf dem Programm? Eigentlich relaxen, aber das war wohl nichts. Wir sind mit unseren Fietsen ins Zentrum von Groningen gefahren und sind dann etwa 2 1/2 Stunden in der Stadt rumgelaufen. Groningen hat uns jetzt nicht so gut gefallen wie die anderen Orte vorher. Aber zur Entschuldigung von Groningen muss man vielleicht sagen, dass es im Moment sehr viele Baustellen hat und damit sicher das Bild etwas beeinträchtigt ist. Nachdem wir dann wieder zurück auf dem Schiff waren, mussten wir uns als Erstes ein kühles Bier genehmigen. Es ist sehr warm hier und wir haben uns noch nicht an diese Temperaturen gewöhnt. Ist aber kein Jammern! Zum Nachtessen sind wir ins Restaurant im Havenkantoor-Gebäude gegangen. Wow, das war dann was. Am Eingang musste man angeben, wie viele Stunden man bleiben möchte. Man bezahlt nach Stunden :-). Das Minimum ist 2, was wir auch gewählt haben. Das kostete EUR 25.00/Person. Dann wurde man an den Tisch begleitet und sich überlassen. Man stelle sich die Autobahn-Raststätten "Marché" vor und verXfacht es. Überall hatte es Inseln mit Köchen dahinter, die die Zutaten, welche man ausgesucht hat, frisch zubereiteten (Wok, Grill (Fleisch/Fisch/etc.), Pizza), Eine lange Theke mit heissen Speisen aller Art. Es gab Antipasti, Sushi und andere asiatischen Speisen, Käse, Wurst, und und und. Eine grosse Theke mit Getränken fehlte natürlich auch nicht, sogar das Bier oder der Wein ist Inklusive. Einzig andere alkoholische Getränke hätte man bezahlen müssen. Und zum Schluss natürlich ein grosses Dessert-Buffet mit allem was das Herz begehrt. Und auch die Qualität der Produkte stimmte und alles hat wirklich frisch ausgesehen. Und geschmeckt hat es!
Morgen, wenn alles klappt, durchfahren wir den Dollard (Delfzijl nach Emden) und haben somit das erste Mal Nordsee-Feeling. Also Daumen drücken, dass das Wetter/der Wind stimmt.
Restaurant Taste & Flavor Reitdiephaven, Groningen / www.tasteandflavor.nl
25.05.2018
Wir haben die Nordsee erreicht. Am Morgen sind wir früh gestartet und sind von Groningen losgefahren. Die Fahrt führte uns zuerst durch Groningen und dann auf den Eemskanaal bis nach Delfzijl. Bei der Durchfahrt von Groningen mussten sogar Arbeiten an einer Brücke für uns unterbrochen werden. Ein Arbeitsschiff musste ein Stück wegfahren, damit wir die Brücke passieren konnten. Stellt euch vor, wieviel im Tag die Arbeiten unterbrochen werden müssen. In Delfzijl haben wir die Kleine Zeesluis passiert und sind in den Zeehavenkanaal gefahren. Nach dieser Schleuse hatte die Red Snapper das erste Mal überhaupt Salzwasser-Berührung. Wir fuhren den Zeehavenkanaal entlang bis ins offene Gewässer, resp. in den Dollard. Vor Emden sind wir durch die Nesserland-Seeschleuse gefahren. Leider mussten wir hier eine Stunde warten, bis wir durchfahren durften. Und danach wurde die Eisenbahnbrücke nicht mehr bedient - zu spät dran gewesen grrrr. Also einen Liegeplatz im Binnenhafen-Gebiet suchen und nicht wählerisch sein. Unser Platz lag direkt vor der Eisenbahnbrücke und war sehr ruhig ;-). Um 20.30 Uhr schnell ein Abendessen zubereiten und dann nur noch i de Seili hänge. Übrigens jetzt spricht man Deutsch - haha
Unser Ausblick vom 1. Liegeplatz in Emden
26.05.2018
Liebe Familie und Freunde
Heute Morgen sind wir zeitig aufgestanden und haben um 08.55 Uhr die Eisenbahnbrücke passiert. Kurz danach folgte die erste Hebebrücke. Wir haben die angegebene Telefonnummer gewählt und um Durchfahrt gebeten. Bis jetzt alles kein Problem. Bis aber der freundliche Herr am Telefon uns mitteilte, dass der Ems-/Jade-Kanal nicht bis Wilhelmshaven passierbar ist. Eine Brücke ist in Reparatur/Revision und mindestens noch 4 Wochen geschlossen. Er bat uns, im Hafen anzulegen und er werde zu uns kommen. Also so gemacht und schon war er da. Es gibt kein Durchkommen durch den Kanal. So haben wir entschieden, nochmals eine Nacht in Emden - dieses Mal aber an einem schönen Platz - zu bleiben. Der Käpitan ist nun gefordert und studiert ganz fleissig die Seekarten. Wir haben uns nun entschieden aussen rum (buten nicht binnen) auf der Nordsee nach Cuxhaven zu tuckern. Unser erster Stopp wird auf der Insel Borkum sein. Mehr dann morgen.
Nein nicht morgen, heute schon mehr Infos. Der Plan hat nochmals geändert und wir fahren nicht nach Borkum sondern auf die Insel Norderney. Diese Insel-Anfahrt gibt uns mehr vertrauen, was die Wassertiefen angeht. Markus studiert fleissig die Gezeitentabelle und Fahrrinnen-Kennzeichnungen. Ein weiterer Vorteil dieser Insel ist, dass sie fast auf halbem Weg nach Cuxhaven liegt. Zum Glück steht uns das Wetter und der Wind bei. Vor allem der Wind sollte aus Ost blasen, was uns helfen sollte. Das ist unsere erste grosse Herausforderung auf dieser Reise. Zum einen weil wir nicht nach Plan gehen können und zum anderen weil jetzt viel Unbekanntes auf uns zukommt (Ebbe / Flut / Nordsee).
Einige Bilder von Emden
27.05.2018
Morgens um 7 Uhr ist die Welt noch in Ordnung. Die einen oder anderen kennen vielleicht diesen Film. Bei uns war es in etwa auch so. Um 06.55 Uhr haben die netten Leute von der Deutschen Bahn die Eisenbahnbrücke für uns gehoben. Und schon hat sich Markus über Funk bei der Nesseland-Seeschleuse gemeldet und um Schleusung gebeten. Wieder hat es tiptop geklappt und wir sind raus auf die Ems gefahren, Richtung Nordsee. Es ist schon eindrücklich wie viel Kraft Wasser hat und vor allem während den Tiden. Wir sind bei einlaufendem Wasser (Flutbeginn) nach der Schleuse gemäss Speedometer 7,4 Kn gefahren. Effektiv haben wir jedoch über Grund nur 4,8 Kn gemacht. Das dauert.... Nach ca. 2 Std. waren wir auf offenem Gewässer. Zwischen Festland und Borkum waren Wind und Wellen zwar kräftig, aber noch für uns noch tragbar. In der Abdeckung von Borkum war es dann wieder ruhiger und wir waren guten Mutes. In diesen Abschnitt hat uns dann noch das Frachtschiff "Good Luck" überholt und wir nahmen das als gutes Omen. Aber eben manchmal kommt es anders als man denkt. Schon kurz nach dem Passieren von Borkum ging's los. Es hat nur noch geschaukelt und gerollt. Bubu, unser Tisch im Salon hat sich wieder selbstständig gemacht und noch vieles mehr. Nun sollten wir eigentlich Abdrehen nach Ost und voll gegen die Wellen halten. Das war uns viel zu riskant und wir hätten auch kaum Fahrt gemacht. Das Ganze hätte so noch ca. 30 Seemeilen gedauert. Also der Entscheid des Käpitan: Umkehren und zurück nach Emden. Das war die richtige Entscheidung für uns. Was wäre denn noch nach Norderney gewesen. Die Distanz nach Cuxhaven wäre fast nochmals die Gleiche gewesen. Also sind wir zurückgetuckert und das nun wieder gegen das Wasser. Der Ebbenstrom hat eingesetzt. Aber wir sind nun fest vertäut im Aussenhafen von Emden und das Abendessen ist auch hinter uns. Fazit: Wir sind 11 Stunden gefahren und haben 80 Seemeilen zurückgelegt ohne vorwärts gekommen zu sein. Wie nennt man so was? Treten am Ort!
Also Planänderung von Planänderung und morgen geht es innen durch, was ein viel weiterer Weg ist. Die Reise wird uns als nächstes über die Ems nach Papenburg und den Küstenkanal nach Oldenburg führen. Mal schauen, ob dieser Plan aufgeht.
Unten einige Bilder von der Fahrt bis Borkum
Übrigens, habt ihr schon festgestellt, dass auf einigen Fotos die Sujets schief drauf sind? Also bei Wellengang Fotos zu machen, ist nicht ganz so einfach.
28.05.2018
Tschüss Emden morgens um 8.15 Uhr (Foto links). Wir haben Emden mit einlaufendem Wasser (Flut-Beginn) auf der Ems bergwärts verlassen. Das Speedo-Log zeigte 7,3 kn, aber über Grund liefen wir 11,0 kn. Wir kamen also super gut vorwärts. Eigentlich war geplant, dass wir früher in einen Hafen einlaufen. Aber wir waren einfach zu schnell unterwegs (Roland Sch., wir kamen fast ins Gleiten :-) ). Also weiter auf der Ems und in Papenburg haben wir uns entschieden, im Hafen vom Yachtclub Papenburg anzulegen. Dieser Hafen liegt direkt hinter der Seeschleuse Papenburg und ist sehr schön - grün, ruhig und mit viel Vogelgezwitscher. Nach dem Festmachen wurde zuerst einmal das ganze Schiff mit Süsswasser abgespritzt und geschrubbt. Alles was man anfasste, war mit Salzkruste behaftet. Sorry, liebe Daheimgebliebenen, aber die Hitze hat uns fast fertig gemacht. Was macht man dann? Man spritzt sich nach getaner Arbeit selber mit dem kühlen Nass ab, legt eine Pause ein und gönnt sich ein Bier. Später am Nachmittag sind wir nach Papenburg geradelt (ca. 8 km hin und zurück) und haben uns in einem Eis-Café einen Eisbecher und eine Eis-Pizza gegönnt (siehe Foto unten). Dann noch schnell einkaufen und zurück radeln. Da es immer noch so warm war und wir nicht noch das Schiff mit Kochen aufheizen wollten, haben wir uns für Salat, Brot und Gegrilltes (Brat-Maxe) entschieden. Mmmhh. Nochmals kurz Duschen gehen, ein paar Seiten lesen und dann ab ins Heia-Bettchen.
Auf dem 1. Foto der Serie seht ihr das Ems-Sperrwerk, welche bei Flut-Katastrophen geschlossen wird. Generell kann auf der Ems nicht jeder Hafen zu jeder beliebigen Zeit angelaufen werden. Diejenigen, die nicht durch eine Schleuse ins Landesinnere abgegrenzt sind, fallen trocken bei Ebbe - auch die Einfahrten. Die Gezeiten müssen also immer gut studiert werden, resp. den Hafen gut ausgesucht werden. Die Red Snapper kann nämlich nicht trockenfallen. Sie würde auf die Seite kippen. Uiui....
Neben dem Hafen des YC Papenburg liegt die Jos.L. Meyer-Werft, welche richtig grosse Schiffe baut. U.a. ist ein Kreuzfahrtschiff im Bau, welches im November die Ems runter in die Nordsee fährt. Gemäss Kenner ist das immer ein Spektakel und viele Leute säumen die Ems.
29./30.05.2018
Am 29.05.2018 gegen Mittag haben wir Papenburg verlassen und sind den Dortmund-Ems-Kanal bergan gefahren. Zur Info: bei Papenburg endet die Untere Ems und es geht weiter auf dem Dortmund-Ems-Kanal. Bei der Schleuse Herbrum mussten wir warten bis sie zwei Frachtschiffe (Verena + Christina) abgefertigt hatten. Mit dem nächsten Frachtschiff, die Ursula, durften wir mit rein. Dann ging's weiter bis Dörpen, wo wir links abgebogen in den Küstenkanal sind. Schon kurz danach war diese Reise fertig und wir haben beim Yachthafen WSV Lehe einen Schlafplatz gefunden. Es war ein kleiner Hafen, fast im Nichts. Generell sind die Yachthäfen von Clubs klein aber fein. Sie liegen oft im Grünen und es ist sehr still.
Am 30.05.2018 ging's weiter und wir fuhren den ganzen Küstenkanal runter bis Oldenburg. Der Küstenkanal ist am Anfang und am Ende mit je einer Schleuse reguliert. D.h. dieser Kanal hat keine Ebbe oder Flut. Leider ist er aber auch nicht sehr interessant. Man schippert ca. 68 km in einer Geraden, welche links und rechts von Bäumen und Gebüsch gesäumt ist. Aussicht = null, einfach viel Natur. In Oldenburg haben wir wiederum in einem Yachthafen angelegt, dem Oldenburger Yachtclus OYC. Auch dieser ist sehr ruhig gelegen und hat sogar ein bewirtetes Clubhaus. Anscheinend ist es sehr bekannt, denn es war sehr gut besucht - auch von uns :-) . Wir bleiben nur eine Nacht in Oldenburg, da wir etwas Zeit gutmachen wollen. Aber was wir auf dem Stadtplan gesehen haben, wäre Oldenburg vermutlich interessant zu erkunden. Vielleicht ein anderes Mal. Morgen geht es weiter durch die Untere Hunte bis Elsfeth und da dann in die Weser bis Bremerhaven.
31.05.2018 (Foto von morgens um ca. 5.00 Uhr in Oldenburg)
Heute haben wir kurz vor 08.00 Uhr Oldenburg verlassen und sind die Untere Hunte runter gefahren. Ab der Unteren Hunte hatten wir bereits wieder Tiden-Gewässer. Aus diesem Grund sind wir auch früh abgefahren, damit wir mit der Ebbe runterfahren konnten und auch noch auf der Weser davon profitieren konnten. Ca. ab halber Strecke auf der Weser hat es gekehrt und wir sind gegen die einsetzende Flut gefahren. Die ganze Strecke war sehr eindrücklich, vor allem weil man gut sehen konnte, wie stark das Wasser bei Ebbe zurückgeht. Was auch sehr eindrücklich war, war die Einfahrt in die Weser. Da wird einem richtig bewusst, wie klein doch unsere Schweiz ist. Die Breite dieses Flusses und das noch bei Ebbe - einfach gewaltig. Nach ca. 5 Std. Reisezeit sind wir in Bremerhaven angekommen und haben uns im Lloyd Marina Bremerhaven vertäut. Leute, das ist mal ein Hafen. Er ist noch nicht so alt und super gut gelegen. In nur ca. 5 Minuten Fussmarsch erreicht man: das Kongresszentrum, diverse Museen, den Zoo am Meer, die Innenstadt, den Strand, Shoppingcenter und die Flanierzeile. Einfach zum Verlieben. Das eine Einkaufszentrum ist komplett in einer runden "Halle" mit Glaskuppel in der Mitte untergebracht. Unter dieser Kuppel ist ein Bistro und rundherum führt eine Gasse, an welcher links und rechts Geschäfte sind. Und alles ist im italienischen Stil gehalten. Einfach grandios!
Heute gibt es früh Nachtruhe. Morgen wollen wir um 6.00 Uhr starten und die Gezeiten für uns ausnützen. Es geht auf die Nordsee mit Ziel Cuxhaven. Jetzt muss nur noch das Wetter mitmachen.
Bilder der Reise
Bilder von Bremerhaven
01.06.2018
Vorab: Judihui wir sind in Cuxhaven!!!
Heute morgen um 06.10 Uhr haben wir die Maschine gestartet, die Leinen gelöst und sind los gefahren. Kurz danach passierten wir die Hafenschleuse in Bremerhaven und das Tidengewässer hatte uns wieder. Wir fuhren mit der Ebbe raus in die Nordsee, so dass wir geschoben wurden. Überall um uns herum sah man Sandbänke, die bedingt durch die Ebbe freigelegt wurden. Dadurch haben wir das erste Mal Robben gesehen, die sich auf diesen Sandbänken räkelten und sonnten. Kapitän Markus war stark gefordert, uns mit Hilfe von allen Navigationsmitteln in den Fahrrinnen zu halten. Zudem musste er aufpassen, dass wir nicht plötzlich in einem Naturschutzgebiet für Vögel oder Robben landeten. Eine Zeit lang schipperten wir fast genau Nord, bis wir dann abdrehten und in Richtung Cuxhaven fuhren. Das Timing von Markus war perfekt berechnet. Nun wurden wir mit einsetzender Flut in die Elbe bis Cuxhaven gestossen. Dieses Mal hat das Wetter und der Wind mitgemacht und wir sind zügig vorangekommen. So gegen 12.30 Uhr haben wir die Einfahrt in den Hafen vom Segelverein Cuxhaven passiert und auf Platz C33 festgemacht. Auch dieser Hafen liegt wiederum sehr gut und hat eine ausgezeichnet Infrastruktur. Nach einem Lunch und Nickerchen sind wir am späteren Nachmittag zu Fuss zur Alten Liebe spaziert. Die Alte Liebe ist ein Pier, wo man all die grossen und kleinen Schiffe vorbeifahren sieht, die entweder in oder aus der Elbe kommen. Das Interessante dabei ist aber, dass über Lautsprecher über die grossen Schiffe detaillierte Angaben gemacht werden (Name und Heimathafen des Schiffs, Länge/Breite/Tiefgang, aktuelle Geschwindigkeit, Ladung/max. Ladung, Start und Ziel). Heute kam z.B. ein Schiff vorbei, welches angeschrieben war mit "Airbus A380 on Board" und der Heimathafen ist Ville de Bordeaux. Dieses Schiff ist tatsächlich an Airbus verchartert und wird zum Transport von Flugzeugkomponenten des Airbus A380 zwischen den verschiedenen Fertigungsstandorten eingesetzt. Und ganz witzig ist, dass Markus dieses Schiff schon von zu Hause aus auf der Webcam von der Alten Liebe gesehen hat und nun live. Wir bleiben nun für 2 oder 3 Nächte in Cuxhaven und machen die Gegend unsicher.
02./03.06.208
Wir haben uns entschieden, 3 Nächte in Cuxhaven zu bleiben. Gestern war auch das Wetter nicht so toll. Was uns aber nicht davon abgehalten hat, Cuxhaven zu Fuss zu erkunden. Am Morgen ging es zuerst mit unseren Velos zum Einkaufen. Dabei haben wir hinter dem Deich das Lotsen-Viertel entdeckt, in welchem die nicht-touristischen Läden sind. Nachdem wir unsere Einkäufe auf's Schiff gebracht hatten, sind wir zu Fuss los marschiert. Es ging über die Strasse mit den nautischen Shops, den Fischereihafen, ins Zentrum von Cuxhaven und zur Alten Liebe. So sparen wir uns das Fitness-Zentrum oder Ähnliches. Am Abend waren wir auf jeden Fall fix und foxi.
Heute, 03.06.2018, sind wir wieder los gezogen, aber dieses Mal mit unseren Velos. Über die Velo-Wege ging es nach Duhnen. Es war wunderschön, denn den grössten Teil der Strecke konnte man auf dem Deich fahren und die Aussicht war grandios. Beim Freibad mit Salzwasser (niemand benutzt es) haben wir unsere Velos abgestellt und sind zu Fuss weiter marschiert. In einem Strand-Café (siehe Foto links) haben wir eine Pause eingelegt (Markus eine längere und Susi eine kürzere :-)). Da Ebbe war, musste jemand doch das Watt erkunden. Barfuss bin ich mutig ins Meer/Watt gelaufen. Eigentlich dachte ich, dass man einsinken würde. Stimmt aber nur gerade im Uferbereich. Sobald man aber weiter draussen war, war es sehr angenehm zu gehen - Kneippen auf Nordseeisch. Sogar Angst vor Schnittwunden wegen den Muscheln musste man nicht haben. Es gab keine. Die lieben Tierchen leben ja mit Ebbe und Flut und kennen das Spiel. Also vergraben sie sich (Muschenln und Krebse) oder schwimmen rechtzeitig ins offene Gewässer hinaus.
Wir haben uns nach diesem Ausflug gefragt, warum wir eigentlich niemanden kennen, der an die Nordsee in die Sommerferien gefahren ist anstatt in den überlaufenen Süden. Es wird soviel geboten an Landschaft, Natur, wechselnde Bilder, Erholung, Aktivitäten, etc. Liebe Leser, geht mal in den Norden.
Morgen geht unsere Schiffsreise weiter. Von Cuxhaven fahren wir nach Brunsbüttel und noch etwas weiter. Wohin genau, werden wir je nach Vorwärtskommen wissen.
04.06.2018
Tschüss Alte Liebe, tschüss Cuxhaven (Foto). Wir haben Cuxhaven kurz nach Mittag bei diesigem Wetter verlassen. Obwohl es manchmal schon etwas stark geschüttelt hat, kamen wir zügig voran. Um in die Elbe-Mündung zu gelangen, mussten wir einen Halbmond fahren. Unser Fahrweg haben wir immer etwas ausserhalb der roten Tonnen gewählt. So kamen wir den grooooossen Schiffe nicht in die Quere. Und natürlich hat Markus seine Elbsegler-Mütze aufgesetzt, wie ein richtiger Seebär (Foto 3). Vor Brunsbüttel mussten wir in einen Warteraum für Sportfahrzeuge, bis uns das Zeichen/Licht (ein unterbrochenes weisses Licht) angezeigt wurde. Dann durften wir in eine der 2 kleineren Schleusen fahren, welche 125 x 22 m misst. Die grossen Schleusen messen 310 x 42 m. Oha! Die Einfahrt in die Schleuse war recht ruppig, mussten wir voll quer zu Wellen reinfahren. Aber wir haben's geschafft. Die Schleusung ging dann ohne Probleme vonstatten. Kurz nach der Ausfahrt hielten wir uns links und bogen in den Yachthafen Brunsbüttel ab. Dieser Hafen ist von den Schleusen-Ausfahrten nur mit einem Schwimmsteg abgetrennt. Bis ca. 20.00 Uhr hat sich der Hafen so richtig gefüllt. Fleissig wurden Päckchen geschnürt. Zum Abendessen gab es etwas richtig Schweizerisches: Käse-Fondue (Merci Patricia + Roland). Aber nein, in Ruhe essen war nicht möglich, Plötzlich tauchen riesige Schiffe auf und man musste Föteli machen.
05.06.2018
Liebe Leute, schon am Morgen bekommt man das Maul nicht mehr zu vor lauter Staunen. Wir sitzen beim Morgenessen - Markus mit dem Rücken zu den Schleusen und ich mit Sicht - und dann konnte ich zuerst nur stottern. Ich habe einen gewaltigen Bug gesehen und es wurde noch grösser. Ein Kreuzfahrtschiff ist aus den Schleusen gefahren, Richtung Kiel. Die Fotos sind nicht gezoomt, habe auch so das Schiff nur in 2 Teilen hinbekommen. Und das direkt von unserem Liegeplatz aus!
Nach dem Morgenessen sind wir noch zu Fuss zu den Schleusen gegangen. Im Moment sind sie am Bau der Schleuse Nr. 5, welche die gleiche Grösse haben wird wie die anderen 2 grossen. Danach ging's auch für uns wieder los und wir sind auf dem Nord-Ostsee-Kanal (NOK) Richtung Kiel gefahren. Auf dem NOK gilt eine Geschwindigkeitsbeschränkung von 15 km/h für alle, und somit ist er sehr relaxt zu befahren. Die Länge des NOK ist 98,637 km (Brunsbüttel bis Kiel) und er hat eine Breite von 162 m. Über die ganze Länge des Kanals führen nur 8 Brücken, welche alle eine Höhe von mind. 40 m haben, und 11 Fährverbindungen. Lange hatten wir auch keinen nennenswerten Gegenverkehr. Aber dann plötzlich tauchten 3 grosse Frachtschiffe hintereinander auf. Das Kreuzen ist aber gar kein Problem, der Kanal ist ja breit genug. Wir sind bis Rendsburg gefahren und haben im Hafen vom RV Rendsburg festgemacht. Dieser Hafen hat ca. 120 Plätze und man kann dort festmachen, wo frei ist. Auch für die Festlieger gilt dasselbe. Wenn sie rausfahren, kann es sein, das der Platz, welchen sie verlassen haben, nun von einem Gast belegt ist. Also sucht er sich einen anderen Platz. So einfach. Gegen Abend sind wir noch in die Stadt spaziert und haben auch gleich dort abendgegessen. Rendsburg ist eine sehr schöne alte Stadt mit vielen Riegelhäuser, in welchen auch die Läden untergebracht sind. Ein interessanter Tag sagt gute Nacht!
06.06.2018
Wenn man nicht mehr schlafen kann oder auf's WC muss und das morgens um 05.00 Uhr, wird man mit dieser Stimmung überrascht resp. belohnt. Aber keine Angst, danach ging es nochmals ins Heia-Bettchen.
Wir haben Rendsburg verlassen und haben den Rest es Nord-Ostsee-Kanals unter den Kiel genommen. Vor den Schleusen Kiel-Holtenau, welche uns in die Ostsee führten, mussten wir warten. Ein Frachtschiff durfte zuerst in die grosse Schleuse einfahren und danach kamen die Sportfahrzeuge u.a. wir dran. Das Frachtschiff hatte aber so seine Mühe mit dem Festmachen. Also wurden die Sportfahrzeuge über Lautsprecher nochmals gestoppt. Als dann alles klar war, wurden wir aufgefordert am Frachtschiff vorbei in den vorderen Bereich der Schleuse zu fahren. Das wird so gehandhabt, da die Sportfahrzeuge beim Verlassen der Schleuse so nicht dem enormen Schraubenstrom des Frachtschiffs ausgesetzt sind. Ja und dann waren wir in der OSTSEE. Wir fuhren raus in die Kieler Förde (Bucht) und bis nach Laboe. Das ist ein grosser Hafen mit einer super Infrastruktur. Wir haben uns entschieden, hier für 2 Nächte liegen zu bleiben und einen Ruhetag einzulegen. Zum Znacht gab es die letzten Deutschen Spargeln. Mmmhhh
07.06.2018
Heute haben wir es uns richtig gemütlich gemacht. Zuerst kam Markus mit frischen Brötchen vom Hafenmeister - die sind eben ausgerüstet und wissen was der Gast schätzt :-) - und dann gab's ein feines Frühstück. Es geht doch nichts über einen guten Start in den Tag! Nach Abwasch und Aufräumen haben wir unsere Terrasse das erste Mal auf dieser Reise eröffnet. Liegestühle aufklappen, Bimini öffnen, E-Books, Frottée-Tücher und Kissen schnappen und relaxen. Es war wunderbar. Nach ca. 2 Stunden sind wir dann zur Strand-Promenade spaziert und haben den einen Weg den Bars, Cafés und Touristenshops entlang gemacht und zurück dann im Wasser oder Sand entlang. Für das Betreten des Strandbereichs muss man EUR 2.50/Pers. bezahlen und wenn man einen Strandkorb benutzen möchte, kostet dieser nochmals EUR 9.00/Tag. Ja, ja aber wenn sie CHF 40.00 für die Vignette bezahlen müssen, welche ein ganzes Jahr gültig ist, ist das teuer. Soll mal einer verstehen. Aber wir wollen nicht klagen. Es ist wunderschön auf unserer Reise. Wir geniessen jeden Tag auf's Neue.
Morgen geht unsere Reise weiter auf der Ostsee und zwar Richtung Dänemark. Also müsst ihr auf "2. Reise Dänemark" im Reiseblog weiterlesen. Weiterhin viel Spass dabei - hoffentlich.
Telefon +41 (0)79 448 08 49 oder +41 (0)79 631 12 45